WHO schickt Test-Impfstoff in den Kongo

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht im Rahmen des Katholikentages in Münster

Nachdem im Kongo erneut Ebola ausgebrochen ist, ist die Angst vor einer Epidemie groß. Er nannte 41 Fälle, von denen nach wie vor nur zwei bestätigt seien.

Erschwerend kommt hinzu, dass der vermutliche Infektionsherd in einem abgelegenen Urwaldgebiet ohne ausgebaute Straßen oder Flugpisten liegt: Ärzte und andere Experten der WHO müssen mit Hubschraubern in das Seuchengebiet geflogen werden. 4000 Impfdosen seien im Augenblick auf dem Weg in die Provinz im Nordwesten des Landes, gab ein Sprecher der Organisation am Montag in Genf bekannt.

19 Menschen sind bislang an Symptomen gestorben, beispielsweise an Blutungen mit einhergehendem Fieber. Bei ihnen wurde Ebola aber noch nicht bestätigt. Die WHO hofft, dass der Ausbruch sich mit rigorosen Überwachungsmaßnahmen von mehr als 480 Kontakten der möglicherweise Infizierten eindämmen lässt und nicht auf Nachbarländer übergreift. Besonders Kongo-Brazzaville und die Zentralafrikanische Republik seien wegen eines gemeinsamen Fluss-Systems gefährdet. Durch die katastrophale Infrastruktur in der betroffenen Gegend sei es sehr schwierig, die notwendige Hilfe zu leisten. 25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Sobald die Regierung in Kinshasa grünes Licht gegeben hat, will die WHO auch einen Impfstoff aus Kanada in den Kongo schicken, der sich noch im Teststadium befindet, aber offenbar vielversprechend ist.

Die Genfer UN-Behörde hat aus ihrem Fiasko beim Ebola-Ausbruch in Westafrika vor vier Jahren offenbar gelernt: Sie sandte bereits 40 internationale Experten zur Bekämpfung der Epidemie in die Region um das Städtchen Bikoro. Bei einem Ausbruch 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11 000 Menschen.

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