Arnold Schwarzenegger beim Klimagipfel in der Hofburg

Schwarzenegger Ärzte hatten noch von Flug abgeraten und dann das

Stargast. Lange wurde spekuliert, ob Hollywood-Star und Umwelt-Aktivist Arnold Schwarzenegger (70) nach seinem Besuch im Jänner auch jetzt wieder zum "R20 Austrian World Summit"-Klimagipfel nach Wien kommt". Ein Schwerpunktthema war die direkte Auswirkung der Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit.

"Das sind mehr Tote als durch Aids, als durch Tuberkulose", sagte der 70-Jährige, "mehr als durch Kriege getötet werden" - über diese täglichen Tragödien müsse man sprechen. Der Ex-Gouverneur bezog sich auf eine kürzlich publizierte Studie der WHO, wonach mehr als 90 Prozent der Menschen verschmutzter Luft ausgesetzt und rund sieben Millionen Menschen daran jährlich sterben. Zu oft würde man sich in die Opferrolle begeben und so tun, als ob man den Kampf gegen die fossilen Energien verlieren würde. "Das Statement zeigt, dass Klimaschutz ein Thema ist, das bewegt", kommentierte der Kanzler die Aktion. Die Frage sei nicht "Wachstum oder Nachhaltigkeit, sondern ein nachhaltiges Wachstum sei gefragt". Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine Allianz mit anderen Mitgliedstaaten zu bilden und einen CO2-Mindestpreis auf EU-Ebene einzuführen.

Nach dem Handshake vor den Fotografen ging es weiter zum Treffen mit UN-Generalsekretät Antonio Guterres. "Jeden Tag sehe ich die Probleme der Welt, aber keines ist so groß wie der Klimawandel". Neben Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der wieder den Ehrenschutz übernommen hat, und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wurden unter anderem die norwegische Premierministerin Erna Solberg, EU-Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic oder Pekings Vizebürgermeister Sui Zhenjiang in der Hofburg erwartet.

Ebenso wurde die Finanzierung und konkrete Umsetzung von Klimaprojekten diskutiert. Die neue Klima- und Energiestrategie ist ein Bekenntnis der Österreichischen Bundesregierung zu den Zielen des Pariser Abkommens und den EU-Zielen bis 2030.

Zahlreiche weitere Fachdialoge standen beim "Austrian World Summit" noch am Programm, die "R20 Movie Night" im Gartenbaukino beendet dann den zweiten Gipfel in Wien. Dieser Mindestpreis sollte einerseits neben dem Emissionshandel eingeführt werden und zugleich so hoch sein, dass die gewünschten Lenkungseffekte eintreffen, betonte die Politikerin.

Auch Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger plädiert anlässlich des Gipfels gemeinsam mit der französischen Staatssekretärin Brune Poirson dafür, europaweit und international zu agieren.

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