Fotos von 101 weiteren, mutmaßlichen G20-Gewalttätern veröffentlicht

Randalierende während des G20 Gipfels im Schanzenviertel in Hamburg

Eine erste Öffentlichkeitsfahndung der Hamburger Polizei verlief erfolgreich, nun hat sie wieder Fotos von mutmaßlichen G20-Gewalttätern ins Netz gestellt. "Wir reden hier nicht über Kleinigkeiten". Polizeisprecher Timo Zill bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung der Gesuchten. 35 der 107 gesuchten Verdächtigen - knapp 33 Prozent - seien identifiziert worden. Bei normalen Fahndungen dieser Art liege die Erfolgsquote bei fünf bis zehn Prozent. Bereits am ersten Tag nach Veröffentlichung sei 2,5 Millionen Mal auf die Internetseite zugegriffen worden, insgeamt seien es inzwischen 3,8 Millionen Klicks.

Polizei und Staatsanwaltschaft informierten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz über die Arbeit der Soko "Schwarzer Block" und präsentierten 101 neue Fotos von mutmaßlichen G20-Krawallmachern. Tausende Gipfelgegner griffen Polizisten an, setzten Autos in Brand und plünderten Geschäfte.

Insgesamt werden bisher 3200 Ermittlungsverfahren geführt und über die Gesichtserkennung 733 Beschuldigte identifiziert - 140 hatten keinen deutschen Pass, und kamen aus dem europäischen Ausland. Nachdem die Polizei erstmals im Dezember Fotos von Randalierern veröffentlichte, läuft jetzt die zweite große Fahndung an.

Hinzu kommen noch 450.000 Stunden Videomaterial der Hochbahn, die ausgewertet werden müssen - eine Mammut-Aufgabe! In rund 100 Fällen sei es dadurch gelungen, konkreten Personen weitere Straftaten zuzuordnen. In den übrigen Fällen dauerten die Ermittlungen an.

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