Prozess um Heckler & Koch begonnen

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Vom kommenden Dienstag an stehen sechs ehemalige Mitarbeiter des Waffenherstellers Heckler & Koch vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer des Stuttgarter Landgerichts.

Mehrere Tausend Sturmgewehre von Heckler & Koch finden zwischen 2006 und 2009 ihren Weg von Deutschland in mexikanische Unruhe-Regionen. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im November 2015 gegen sie Anklage erhoben. Dorthin hätten die Waffen jedoch gar nicht exportiert werden dürfen. Die Angeklagten hätten den Export wissentlich organisiert und sich davon "nicht unerhebliche Einnahmequellen versprochen". Ihnen und vier weiteren früheren Mitarbeitern wirft die Staatsanwaltschaft vor, an 16 Lieferungen von G36-Gewehren nach Mexiko beteiligt gewesen zu sein.

Mehrere Rechtsanwälte der Angeklagten wiesen die Vorwürfe zurück. Der Weiterverkauf der Waffen innerhalb des Landes sei durch die Behörde erfolgt.

Der Prozess dürfte bundesweit auf Interesse stoßen, obwohl der Sachverhalt schon viele Jahre zurückliegt.

Von den sechs Angeklagten waren nur fünf anwesend.

Anlässlich des Prozessauftakts demonstrierten etwa 50 Menschen vor dem Landgericht.

Die Vizefraktionschefin der Grünen im Bundestag, Agnieszka Brugger, nutzte den Prozess, um im SWR die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung zu kritisieren.

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