Sigmar Gabriel bekommt Job in der Wirtschaft

Der SPD-Politiker setzt seine Karriere in der Wirtschaft fort. Quelle dpa

München - Der frühere Bundesaußenminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) soll in den Verwaltungsrat der geplanten deutsch-französischen Zug-Allianz Siemens Alstom einziehen.

Henri Poupart-Lafarge, Chairman and Chief Executive Officer of Alstom, and Siemens President and CEO Joe Kaeser attend a news conference to announce their deal to merge their rail operations, creating a European champion, in Paris, France, September 27, 2017. Der Hersteller aus dem Reich der Mitte ist alleine etwa doppelt so groß wie das neue kombinierte Unternehmen Siemens/Alstom, das auf gut 15 Milliarden Euro Umsatz und weltweit rund 62.300 Beschäftigte kommt. Der Verwaltungsrat von Alstom stimmte am Dienstag dem Personaltableau zu. Siemens hatte das Recht, sechs der elf Verwaltungsräte zu nominieren, Vorsitzender des Gremiums ist der Technik-Vorstand des Münchner Industriekonzerns, Roland Busch.

Neben Busch gehören weitere drei Siemens-Manager dem Verwaltungsrat von Siemens Alstom an, unter ihnen Finanzvorstand Ralf Thomas und Personalchefin Janina Kugel. Siemens soll knapp die Mehrheit an dem börsennotierten Zug-Hersteller halten.

Noch müssen die Wettbewerbsbehörden der Fusion zustimmen - die soll aber bis Ende diesen Jahres abgeschlossen sein. Er wurde demnach als unabhängiges Mitglied nominiert. Seine Vorgängerin bei Alstom, Marie-José Donsion, war zum Petrochemie-Konzern Arkema gewechselt.

SPD-Politiker Sigmar Gabriel soll künftig den fusionierten Konzern aus der Siemens-Bahnsparte und Alstom überwachen. Dies biete "große Chancen" für Deutschland und Frankreich, hieß es 2014 aus dem damals von Gabriel geführten Bundeswirtschaftsministerium. Dazu sollen als unabhängige Mitglieder Yann Delabriere (Alstom-Verwaltungsrat), Clotilde Delbos (Renault-Finanzchefin), Sylvie Kandé de Beaupuy (Airbus-Managerin) und Baudouin Prot von Boston Consulting kommen. Das Bahngeschäft ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum chinesischen Staatsziel, bis 2025 in allen Schlüsseltechnologien zum Westen aufzuschließen.

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