Ebola-Fall aus Millionenstadt im Kongo gemeldet

Ebola-Kranke im Kongo

Im Kongo ist ein dritter Fall des gefährlichen Ebola-Virus bestätigt worden. Aus der 1,2-Millionen-Einwohner-Stadt Mbandaka im Nordwesten des Landes sei eine Ebola-Erkrankung gemeldet worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag in Genf mit. Etwa 20 Menschen sollen bereits daran gestorben sein. Es ist der neunte bekannte Ausbruch der Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land seit 1976. Noch in dieser Woche will die WHO eine Impfkampagne gegen den Ausbruch im Kongo beginnen. Inzwischen seien 5400 Dosen eines experimentellen Impfstoffs im Land eingetroffen. Mehr als 500 Menschen, die im Kontakt mit den Infizierten waren, standen unter Beobachtung.

Die WHO hatte vergangene Woche über den erneuten Ebola-Ausbruch im Kongo informiert. "Bisher waren aber alle in sehr isolierten Regionen, wie vergangenes Jahr in Likati, wodurch sich die Krankheit nie weit verbreitet hat".

Die Situation sei mit dem Fall in einer Stadt äußerst ernst und besorgniserregend geworden, sagte Henry Gray, Notfallkoordinator von Ärzte ohne Grenzen. "Das hat sich mit dem aktuellen Fall in Mbandaka nun geändert". Ebola ist eine oft tödliche Virus-Krankheit.

Ende 2013 hatte eine verheerende Ebola-Epidemie mehrere westafrikanische Staaten heimgesucht. In den folgenden Monaten starben in Guinea, Sierra Leone und Liberia rund 11.300 Menschen an dem Virus.

Related:

Comments

Latest news

Preußenstiftung gibt Grabbeigaben an Alaska zurück
Die restituierten Objekte sollen künftig dem Wissensaustausch zwischen den Generationen der Chugach dienen. Kontakte zu Europa bestanden seit der Zeit des Zaren Peter des Großen.

"Yanny" und "Laurel" spalten die Internet-Gemeinde
Wie die "New York Times" am Mittwoch berichtete, postete ein Gymnasiast aus Georgia die Datei zunächst ins Online-Netzwerk Reddit. Irritiert schickte Szabo die Datei an einen Freund, der sie wiederum auf der Online-Plattform Instagram veröffentlichte.

Deutsche Börse legt beim Management die Axt an
Der hat sich seit seinem Amtsantritt zu Beginn des Jahres zur Aufgabe gesetzt, den Börsenbetreiber für die Zukunft fit zu machen. Die Deutsche Börse hatte das Ziel ausgegeben, die jährlichen Fixkosten bis Ende 2020 um rund 100 Millionen Euro zu senken.

Leute: Nepalesischer Sherpa besteigt Everest 22 Mal
Er werde auch nach diesem Erfolg nicht zu klettern aufhören, hatte er gesagt, bevor zu dem Rekordversuch aufgebrochen war. Die 44-Jährige arbeitete zunächst als Trägerin und Küchenhelferin bei Expeditionen, bevor sie mit dem Bergsteigen begann.

Aufregung um Antisemitismus-Vorwurf wegen "SZ"-Karikatur"
Im Hintergrund ist das "v" von Eurovision durch einen Davidsstern ersetzt. In einer Sprechblase steht "Nächstes Jahr in Jerusalem! ". Kritiker werfen dem Blatt Antisemitismus vor.

Other news