Harald Krüger und Norbert Reithofer bestreiten Abgasmanipulation — BMW

Diesel-Skandal: BMW-Spitze rechtfertigt sich, klagt über Politik - und teilt gegen VW aus

München - BMW will bald einen Entwurf für sein teilautomatisiertes Elektroauto zeigen und so die Position gegenüber Vorreitern wie Tesla stärker behaupten. Zugleich bestritt die Spitze des Autobauers aber jede Absicht. Krüger sagte: "Mit einer gezielten Manipulation von Motorsteuerung und Abgasreinigung hat das nichts zu tun". Das Kraftfahrtbundesamt hatte im März den Rückruf der Autos wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung angeordnet, die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt. Reithofer sprach von einem handwerklichen, menschlichen Fehler, der dazu geführt habe, dass die Abgaswerte auf dem Prüfstand niedriger gewesen wären als auf der Straße.

BMW wartet laut Krüger jetzt auf die Genehmigung der Behörden, um die korrigierte Software aufzuspielen.

Auch das späte Eingeständnis von BMW, bei der Abgasreinigung einen "Fehler" gemacht zu haben, dürfte das Vertrauen der Kunden in die Aufrichtigkeit der Autoindustrie und deren Dieselmodelle nicht stärken. Wie andere gratulierte auch Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger dem Management zu den guten Zahlen.

Ärgerlich sei aber, dass BMW mit 2,5 Millionen verkauften Autos weiter hinter Mercedes-Benz liege. Und doch gab es - wie auch in den Jahren zuvor - Kritik an der Ausschüttungsquote von etwa 30 Prozent. Harte Regulierungen seien heute populär, klagte der Firmenchef. Einen Seitenhieb teilte der BMW-Chef gegen VW aus.

Diese Nachricht wurde am 17.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. "Zur Wahrheit gehört auch: Das Handeln einiger Hersteller hat der gesamten Branche geschadet", sagte Krüger.

Nach dem Eklat um Diesel-Pannen auch beim BMW hat sich Unternehmen entschuldigt. Europa müsse bei der E-Mobilität eine Vorreiterrolle übernehmen, forderte Krüger. Den vollelektrischen, hoch autonom fahrenden BMW i-next, der ab 2021 im niederbayerischen Dingolfing gebaut werden soll, werde BMW noch dieses Jahr als Visionsfahrzeug präsentieren.

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