Land will Ethikunterricht für Fünftklässler

Kultusministerin Susanne Eisenmann

Dass der Ethikunterricht ab dem Schuljahr 2019/20 nun in den Klassen 5 bis 7 ausgebaut wird, ist für Born eine längst überfällige Einlösung des grün-schwarzen Versprechens.

Eigentlich hatte sich Grün-Schwarz bei den Nebenabreden zum Koalitionsvertrag darauf geeinigt, den Ausbau des Ethikunterrichts bereits zum laufenden Schuljahr auszubauen.

Die Landesregierung baut den Ethikunterricht an den weiterführenden Schulen schrittweise aus. An den Gymnasien besuchten ein Viertel der Schüler keinen Religionsunterricht, an den Real- und Gemeinschaftsschulen seien es ein Drittel, an den Haupt- und Werkrealschulen mehr als die Hälfte der Schüler. Es wird mit jährlichen Kosten von 20 Millionen Euro gerechnet.

Kultusministerin Eisenmann kündigte am Dienstag an, dass auch der Ethikunterricht an Grundschulen in den Blick genommen werde.

Kultusministerin Susanne Eisenmann
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Angesichts der wachsenden Anzahl an konfessionsfreien Schülerinnen und Schülern übernehme der Ethikunterricht eine bedeutende Aufgabe in der Werteerziehung: "Schülerinnen und Schülern, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, müssen wir eine Alternative bieten. Auch sie brauchen Orte, an denen sie über elementare philosophische Fragen, wie zum Beispiel Gut und Böse oder auch die Frage nach der Verantwortung, diskutieren können", sagte der Ministerpräsident und ehemalige Ethiklehrer Winfried Kretschmann im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats.

"Gemeinsam über unsere Normen und Werte zu sprechen, ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je".

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erwartet, dass "Ethikunterricht an den Grundschulen noch in dieser Wahlperiode eingeführt wird". "Zwar geht es zwei Jahre später los als geplant, aber bei dieser Landesregierung muss man ja froh sein, wenn sich überhaupt was regt". Die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz sagte, "Politiker, die in populistischen Debatten Werteunterricht fordern, aber nicht einmal genug Geld dafür ausgeben wollen, dass alle Schüler in unserem Land Ethikunterricht erhalten, sind unglaubwürdig". Als möglichen Startschuss nannte sie das Schuljahr 2022/23. "Wenn Ethikunterricht an den Grundschulen erst nach 2021/22 kommt, ist das zu spät".

Die Evangelische Landeskirche Württemberg lobt, dass junge konfessionslose Menschen dadurch ein weltanschauliches Unterrichts-Angebot bekommen.

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