P&R fehlen eine Million Container

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Mit Pressemitteilung vom 17. Mai 2018 teilt die Staatsanwaltschaft München I mit, sie habe Ermittlungen gegen mehrere frühere und jetzige Geschäftsführer der P&R-Gruppe, unter anderem wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen.

Nach den jetzt vorliegenden ersten, noch vorläufigen Ergebnissen der Auswertung der Systeme sind von den vier deutschen Container-Verwaltungsgesellschaften zum heutigen Stand rund 1,6 Millionen Container an die rund 54.000 Anleger verkauft worden. Die Ermittler haben nach Angaben einer Sprecherin eine größere Zahl von Beschuldigten im Visier. P&R hatte versprochen, die Container am Ende der Vertragslaufzeit zurückzukaufen. Laut aktueller Mitteilung des Insolvenzverwalters seien allerdings nur 600.000 (!) Container im aktuellen Bestand.

Die Kanzlei KMP3G Klamert Tremel + Partner hat jahrzehntelange Erfahrung in derartigen Großschadensfällen und konnte Anlegern ihr Geld zurückgeholt. Die Vermarktung und Vermietung der Container über eine nicht insolvent gemeldete Schweizer P&R-Gesellschaft will der Insolvenzverwalter fortsetzen, um möglichst hohe Einnahmen zu erzielen.

Jaffé rief die Anleger dazu auf, Ruhe zu bewahren, und die Fortschritte in den einzelnen Insolvenzverfahren abzuwarten. Selbst wenn einige Container derzeit noch vermietet sind, droht damit ein gewaltiger finanzieller Schaden.

Trotz der enormen Differenz zwischen verkauften und vorhandenen Schiffscontainern stellten letztere einen Wert dar.

Und die Forderungen der Anleger?

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Ihre Forderungen können die Anleger derweil erst nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens anmelden, die für Juli erwartet wird. Nach bisher kursierenden Schätzungen soll es um eine Anlagesumme von bis zu 3,5 Milliarden Euro gehen.

P&R hatte die Container überwiegend an Privatanleger verkauft und zurückgemietet. Haben Vermittler die P&R-Anleger nicht vor den Risiken gewarnt, dürften sie sich schadensersatzpflichtig gemacht haben.

Nach einigen Jahren wurden die Container von den Anlegern zurückgekauft, teilweise zu vorab garantierten Preisen. Diese hätten vielfach seit Jahrzehnten in P&R investiert, mehr als die Hälfte von ihnen seien über 60 Jahre alt.

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