"Zinsgegner" Erdogan ruft zu Stützungskäufen auf

Präsident Erdogan am 19. Mai im Präsidentenpalast in Ankara. Die türkische Lira ist wieder auf Talfahrt gegangen

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Landsleute gebeten, bei der Stützung des Lira-Kurses mitzuhelfen. In der osttürkischen Stadt Erzurum appellierte er an die Türken, Bargeldbestände in Euro und US-Dollar in türkische Lira zu tauschen und dadurch den Wechselkurs an den Finanzmärkten mit zu stabilisieren. Gegenüber dem Dollar und dem Euro hat die Lira seit Jahresbeginn mehr als 20 Prozent an Wert verloren.

Die türkische Regierung sieht hinter dem Verfall der Lira keine ökonomischen Gründe, sondern eine Verschwörung heimischer und ausländischer Finanzkräfte, die die türkische Wirtschaft destabilisieren wollen und die Abwahl Erdogans befürworten.

Die Währungskrise kommt für Erdogan zur Unzeit, da sie seine Wiederwahl bei den vorgezogenen Parlaments- und Präsidentenwahlen in vier Wochen gefährden könnte. Am Mittwoch hatte sie ein Rekordtief erreicht: Ein US-Dollar kostete 4,929 Lira. In einem Akt der Verzweifelung ruft Erdogan nun seine Landsleute auf, mit ihren Ersparnissen die Währung zu stützen.

Dieser Appell aber dürfte wenig bringen, denn im Zweifel werden selbst Erdoğan-Anhänger lieber ihr Vermögen sichern, als in diesem Fall den Worten ihres Präsidenten zu folgen. Auf diese Weise will er die schwächelnde türkische Währung in Schwung bringen.

"Makroökonomisch ist diese Situation gefährlich", analysiert er die Lage: "Der Währungsverfall treibt die Inflation weiter in die Höhe, gleichzeitig kühlt die Konjunktur sich ab". Sie schauen stattdessen nüchtern auf die Wirtschaftsdaten, nicht bloß auf die hohe Inflationsrate, sondern auf das hohe Leistungsbilanzdefizit, welches zeigt: Türkische Unternehmen exportieren sehr viel weniger, als sie importieren. Wohl auch deshalb hat er bereits angekündigt, nach den Wahlen mehr Kontrolle über die Geldpolitik ausüben zu wollen. Ihre Ferien in der Türkei werden immer billiger. Damit hat die Türkei nach dem Einbruch der Besucherzahlen in letzter Zeit wieder an Beliebtheit gewonnen.

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