Nach rassistischem Kommentar: TV-Sender setzt "Roseanne" ab

Es war ein kurzes Comeback: Der US-Sender ABC hat die populäre TV-Serie "Roseanne" aus dem Programm gekippt.

Roseanne übertrat hier eine klare Grenze, woraufhin ABC-Chef Channing Dungey und sogar Disney-CEO Bob Iger sich klar gegen Roseanne Barr öffentlich aussprachen und ihre Sitcom mit sofortiger Wirkung abgesetzt wurde. Schuld ist ein Tweet von Barr, in dem sie die frühere Beraterin des damaligen US-Präsidenten Barack Obama, Valerie Jarrett, beleidigte: Sie sehe aus wie das Kind "der Muslimbruderschaft und dem Planeten der Affen". In einem weiteren Tweet meinte sie zudem, dass es ihr "wahrhaftig" leid tue, "einen schlechten Witz" über Jarrett gemacht zu haben. "Ich hätte es besser wissen müssen. Vergebt mir, mein Witz war schlechter Geschmack".

In einem anderen ihrer Tweets am Dienstag nannte sie die Tochter von Bill und Hillary Clinton "Chelsea Soros Clinton" und bezeichnete anschließend den den US-Milliardär George Soros als "Nazi" - ein Tweet, der von Trumps Sohn Donald Junior geteilt wurde.

Grund hierfür war ein großes Fehlverhalten von Hauptdarstellerin Roseanne Barr selbst. Sie hatte zunächst in den 80er und 90er Jahren Erfolge gefeiert und war vor einigen Wochen neu aufgelegt worden - mit herausragend guten Quoten.

Nicht nur die Twitter-Gemeinde empörte sich über Roseannes Post, auch Serienkollegin und Co-Produzentin Sara Gilbert (43) zeigte sich aufgebracht: "Ich bin enttäuscht von ihren Handlungen". Auch andere Mitarbeiter von "Roseanne" beendeten die Zusammenarbeit. Der Erfolg der Serien-Neuauflage habe aber wieder zur Rückkehr Barrs auf Twitter geführt; der von ABC-Verantwortlichen befürchtete Skandal entstand nun ebenfalls.

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