Vorwürfe der sexuellen Belästigung: WDR kündigt Mitarbeiter fristlos

Am Montag bestötigte der WDR die Entlassung eines Mitarbeiters

"Diese wurden im Anschluss sorgfältig geprüft". "Wir bestätigen, dass einem Mitarbeiter nach sorgfältiger Prüfung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe fristlos gekündigt wurde", sagte ein Sendersprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag in Köln. Der Sender bat um Verständnis, dass zum Schutz von Persönlichkeitsrechten und aus arbeitsrechtlichen Gründen keine weiteren Angaben gemacht werden können.

Nach Informationen des Magazins "Stern" und des Recherchebüros "Correctiv" handelt es sich dabei um einen Fernsehkorrespondenten, dem zahlreiche Belästigungsfälle vorgeworfen werden.

In einer E-Mail bezeichnete sich der Mann einer WDR-Mitarbeiterin gegenüber als "Alpha-Tier" und machte ihr unzweideutige Angebote.

Dem WDR waren diese Vorwürfe damals bereits bekannt. Der Korrespondent erhielt daraufhin eine Ermahnung, noch keine Kündigung. Für den Fall, dass weitere Vorwürfe öffentlich würden, wurden ihm härtere Konsequenzen angedroht.

Inzwischen hätten sich den Berichten zufolge weitere Frauen beim WDR gemeldet und den Korrespondenten belastet.

WDR-Intendant Tom Buhrow teilte mit: "Ich kann mir vorstellen, dass es für die Betroffenen ein schwieriger Schritt war, aus der Anonymität herauszutreten. Aber genau dieses Vertrauen war entscheidend für den Aufklärungsprozess". Der Korrespondent wurde zu den Vorwürfen angehört. Henke, der zurzeit freigestellt ist, war über seinen Anwalt selbst an die Öffentlichkeit gegangen und weist die Vorwürfe zurück.

Mehrere Frauen beschuldigten etwa Gebhard Henke, den Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie des Senders.

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