Heinz-Christian Strache - Österreichs Vizekanzler hält EU-Freizügigkeit für unzeitgemäß

Heinz-Christian Strache FPÖ EU-Freizügigkeit

Die österreichische EU-Abgeordnete Monika Vana, Vizepräsidentin der Grünen-Fraktion im EU-Parlament, warf dem FPÖ-Chef in einer Aussendung am Mittwoch vor, die "Grundrechte der Europäer infrage zu stellen".

Österreich rüttelt an einem Grundpfeiler der Europäischen Union: EU-Bürger sollen nicht mehr in jedem Mitgliedsland ihrer Wahl wohnen und arbeiten dürfen.

Neos-Europasprecherin Claudia Gamon verglich Strache mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban, dieser stelle auch "fundamentale Freiheiten" in Frage. Sie gibt jedem EU-Bürger das Recht, sich seinen Wohnort und Arbeitsplatz auch außerhalb des Heimatlands innerhalb der Europäischen Union auszusuchen. "Wir helfen unseren Nachbarn sicher nicht, indem wir unsere Grenzen wieder dicht machen und uns von ihnen abschotten".

Auch die Paneuropa-Bewegung äußerte sich kritisch zu Straches Aussagen. Generalsekretär Rainhard Kloucek nannte die Überlegungen in einer Mitteilung vom Mittwoch "eine nationalistische Sackgasse mit Abgrund".

Zuletzt hatte Strache bei einem Brüssel-Besuch mit Attacken auf die EU-Grenzschutzagentur Frontex für Aufsehen gesorgt. Frontex würde Flüchtlinge aus dem Meer fischen und nach Europa bringen, die Agentur gehöre deshalb neu aufgesetzt, so Strache. "Und in Deutschland haben wir schon heute und immer mehr das gegenteilige Problem: fehlende Arbeitskräfte", sagte der CDU-Politiker im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Straches jüngste Forderung nach dem Ende der Personenfreizügigkeit ist nur das letzte Beispiel in einer ganzen Reihe von fragwürdigen Aktionen: Zuvor hatte die Regierung bereits die außenpolitische Linie der EU konterkariert und die europarechtswidrige Indexierung der Familienbeihilfe beschlossen "Solche Aktionen gefährden Österreichs Glaubwürdigkeit, das ist vor allem jetzt, da Österreich mit der Ratspräsidentschaft eine große Verantwortung innerhalb der EU übernehmen muss, fahrlässig und nicht im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher". Straches Vorschlag sei "eine Mischung aus Fantasielosigkeit und Stimmungsmache", die Personen-Freizügigkeit in der EU sei eine "hochmoderne Errungenschaft". "Wir müssen offen diskutieren, dass es auch nicht gut ist für die europäische Entwicklung, das gesamte intellektuelle, gut ausgebildete Potenzial Osteuropas für Westeuropa abzuziehen", sagte er.

Related:

Comments

Latest news

Wirtschaft: Deutsche Inflation steigt auf den höchsten Stand seit Februar 2017
Für den Euroraum insgesamt strebt die Europäische Zentralbank (EZB) mittelfristig eine Teuerungsrate knapp unter 2,0 Prozent an. Die Teuerungsrate kletterte auf 1,9 Prozent, nachdem sie im April noch auf 1,2 Prozent gefallen war.

Die Siberian Health Company
Und schließlich die Chronobiologie, die die biologischen Rhythmen und ihre Verbindung zur menschlichen Gesundheit erforscht. Das Unternehmen gründete im Jahr 2007 eine weitere Produktionsstätte, die bis 2010 erweitert und modernisiert wurde.

Multiplayer kosten
Die Spieler fürchten jedoch, dass dann ein Spiel immer mehr Pay-to-Win Elemente besitzt und damit nicht mehr interessant ist. Die ersten Bugs werden bereits erwartet und man hofft viele zu finden damit sie bis 2018 ausgemerzt werden können.

So finden Sie die besten Casinos mit Bonus und ohne Einzahlung
Dabei wird lediglich ein gewisser Betrag auf dem Kundenkonto gutgeschrieben und dem Neukunden zur freien Verfügung gestellt. Der Neukunde erhält die Möglichkeit, eine gewisse Anzahl von Spielen ohne den Einsatz von eigenem Geld auszuprobieren.

Online Casinos – wie finde ich einen guten Anbieter?
Deshalb sollte man sich vorab ein wenig informieren und sich überlegen, welche Spiele einen besonders interessieren. Viele Online Casinos bieten die Möglichkeit das Spielangebot in Teilen kostenlos vorab zu testen.

Other news