Monsanto-Übernahme durch Bayer offiziell abgeschlossen

Der Leverkusener Chemiekonzern hat mit Monsanto ein profitables aber auch umstrittenes Unternehmen übernommen. Quelle AFP

Nach über zwei Jahren Verhandlungen und Kartellprüfungen hat Bayer den US-Saatgutkonzern Monsanto übernommen und ist nun alleiniger Eigentümer. Rund zwei Jahre verhandelten Bayer und Monsanto mit den zuständigen Wettbewerbshütern. Bayer rechnet damit, dass das in rund 2 Monaten der Fall sein wird.

Der Kauf von Monsanto ist die größte Übernahme eines deutschen Konzerns im Ausland - und Bayer muss sich dafür hoch verschulden. Die Aktien von Monsanto würden damit nicht mehr an der New Yorker Börse gehandelt. Man könne die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern vollziehen, sobald BASF den Erwerb der von Bayer abgegebenen Geschäfte vollzogen hat. In all diesen Ländern sind die Märkte von der Übernahme betroffen.

Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann erklärte, dass neben den Finanzziele auch Nachhaltigkeitsziele eine wichtige Rolle spielen würden. "Und für die Verbraucher und die Gesellschaft insgesamt".

Bauern drohten "Preisdiktate, eine weitere Einengung bei der Sortenauswahl, mehr Abhängigkeiten und eine Verschärfung der Patentsituation", kritisierte hingegen die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), in der vor allem kleine und mittlere Betriebe zusammengeschlossen sind. Bayer katapultiere sich "auf die Nummer eins der Agrargiganten mit einem Marktanteil von rund 27 Prozent bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln sowie 25 Prozent bei den bisher erteilten Patenten auf Pflanzen".

Die Vereinigung Coordination gegen Bayer-Gefahren warnte vor einer "verheerenden Entwicklung", für die die Landwirte und in der Folge auch die Verbraucher zahlen müssten.

Monsanto steht wegen ruppiger Geschäftspraktiken und dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat unter Beschuss. Außerdem mache der Klimawandel neue genügsame und widerstandsfähige Pflanzensorten nötig.

Die Fusion von Bayer und Monsanto ist der dritte Mega-Deal in der Chemiebranche. Außerdem hatte der chinesische Konzern ChemChina den Schweizer Konkurrenten Syngenta geschluckt. Bayer hatte die Übernahme des US-Unternehmens bereits im Mai 2016 angekündigt. Durch das Geschäft im Wert von umgerechnet rund 56 Milliarden Euro steigt der Konzern zum weltgrößten Anbieter von Pestiziden und Saatgut auf. Am Montag erklärte das Unternehmen dann, alle nötigen Freigaben der Wettbewerbsbehörden erhalten zu haben.

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