Dieselautos - Tausenden Besitzern droht Stillegung ihrer Fahrzeuge

Ein Software Update wird auf einen Volkswagen Golf mit einem 2,0-Liter-Dieselmotor geladen

18 Monate hatten Halter von Diesel-Autos mit manipulierter Abgasreinigung Zeit, um diesen Teil der Motor-Software löschen zu lassen. Jetzt läuft für Tausende die Frist für den Rückruf aus.

Knapp 15.000 Besitzern von VW- und Audi-Dieseln mit Abgasmanipulation droht in den nächsten Wochen die Stilllegung ihrer Autos. Diese kann natürlich relativ einfach abgewendet werden: Die Betroffenen müssen die illegale Abgassoftware in den entsprechenden Modellen von einer Fachwerkstatt durch eine zugelassene Version ersetzen lassen.

Diese Nachricht wurde am 10.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Infografik: Dicke Luft in deutschen Großstädten Grund für die drohenden Zwangsmaßnahmen gegen Diesel-Fahrzeuge mit illegaler Software ist das Ende einer Frist, die eine Anpassung des Bord-Betriebssystems vorschreibt. "Der Rückruf ist verbindlich", erklärte das Bundesverkehrsministerium. "Fahrzeuge, die nicht umgerüstet werden, können in letzter Konsequenz außer Betrieb gesetzt werden".

Die 18-Monats-Frist für den verbindlichen Rückruf der Fahrzeuge endet nämlich. Das entspricht einer Zahl von 14.760 der insgesamt 2,46 Millionen Autos. "Je nach Freigabedatum des Updates hat der Fahrzeughalter mit rund anderthalb Jahren ausreichend Zeit, an dem verbindlichen Rückruf teilzunehmen", hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Sofern dann immer noch keine Reaktion erfolgt ist, können die Autos aus dem Verkehr gezogen werden. Erste Stilllegungen hat es bereits gegeben - unter anderem in Hamburg, München und Sachsen-Anhalt.

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