G7-Abschlusserklärung: Trump zieht Zustimmung zurück

Donald Trump Präsident der USA steigt an Bord der Air Force One nach dem G7-Gipfel., AP

Dabei habe Trump Trudeau einen Gefallen getan, indem er zu dem Gipfel angereist sei.

US-Präsident Donald Trump hat nach Ende des G7-Gipfels in Kanada seine Zustimmung zur Abschlusserklärung überraschend wieder zurückgezogen.

Kehrtwende: Nach der Verhängung von Strafzöllen spricht Donald Trump plötzlich von einer Freihandelszone der G7-Staaten. Verabredungen zum Klimaschutz oder zum Kampf gegen Plastikmüll in den Meeren trägt er ohnehin nicht mit.

Trumps Verärgerung hatte sich an der Ankündigung Trudeaus entzündet, als Reaktion auf die Strafzölle der USA auf Stahl und Aluminium Gegenzölle zu erheben.

Der US-Präsident reist nach Singapur, wo er am 12. Juni Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treffen will. Die führenden westlichen Industrienationen bilden keine Einheit mehr, sie werden in der Handelspolitik zu Gegnern.

Trumps handelspolitischer Berater Peter Navarro sagte dem erzkonservativen Sender Fox, es gebe einen "besonderen Platz in der Hölle für jeden ausländischen Staatschef", der versuche, Trump "ein Messer in den Rücken zu stoßen".

Unterdessen hat Russlands Präsident Wladimir Putin scharfe Kritik an der G7-Gruppe geübt und ein baldiges bilaterales Treffen mit US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen.

Der republikanische US-Senator John McCain rügte Trump. Sein Land fordere einen gerechten Marktzugang und ein Ende unfairer Handelspraktiken. Ähnlich wie Russland kann auch China vom Ausfall der USA als Führungsmacht des Westens nur profitieren.

Die G7-Staaten wollten zudem darauf hinarbeiten, Zölle zu reduzieren, nicht-tarifäre Handelshemmnisse zu beseitigen und auch Subventionen zu reduzieren.

Das Statement des Staatsministers im Auswärtigen Amt, Niels Annen, war kurz und eindeutig: "G6" twitterte der SPD-Politiker als Antwort auf Trumps Affront. "Was er hier geleistet hat, schadet der ganzen G7", sagte Kudlow in einer CNN-Sendung.

Als eine Art Freundlichkeit war es wohl auch gedacht, dass sich Trump trotz aller Differenzen über den Handel, den Klima- und Umweltschutz sowie das Atomabkommen mit dem Iran auf die Gipfelerklärung einließ.

Wie geht es mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen weiter?

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte nüchtern, die Meinungsverschiedenheiten seien "nicht aus der Welt".

Politik-Professor Jäger hält das für vernünftig. Er habe seine Vertreter entsprechend angewiesen. Dazu gebe es "keine Alternative", sagt Jäger.

Eklat am G7-Gipfel: Was ist passiert? Dass der Präsident das amerikanische Verhältnis zu den anderen Gipfelstaaten trotzdem als "hervorragend" einstufte und den Gipfel in Québec als "enormen Erfolg" wertete, dürfte auf die Zurückgebliebenen kaum Eindruck gemacht haben.

Er wolle mit Trump zusammenkommen, sobald Washington dazu bereit sei, sagte Putin am Sonntag.

Wenn er es ernst meinen würde, könnte er an die Verhandlungen zum umstrittenen TTIP-Abkommen anknüpfen, die er nach seinem Amtsantritt gestoppt hatte. Diese "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" sah weitreichende Kooperationen zwischen den EU-Ländern, Kanada und den USA vor. Zu den G-7-Staaten gehören neben den USA die Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan.

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