G7 einigt sich auf Abschlusserklärung

Am Dienstag will er sich in Singapur mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treffen, um über das Atomwaffenprogramm des Landes zu sprechen. Der kanadische Regierungschef Justin Trudeau habe auf seiner Abschlusspressekonferenz falsche Aussagen gemacht. "Kanadier sind freundlich und vernünftig, aber wir lassen uns nicht herumstoßen", hatte Gipfel-Gastgeber Trudeau erklärt und angekündigt, sein Land werde sich mit Vergeltungszöllen zur Wehr setzen. Dies hat Trudeau seit Verhängung der Strafzölle vor zwei Wochen mehrmals gesagt. Schon vor Beginn gab es einen doppelten Affront des US-Präsidenten: Erst kündigte er an, er werde vorzeitig abreisen.

Vom Flugzeug aus startete Trump seine Attacke auf Trudeau.

"An unsere Verbündeten: die parteiübergreifende Mehrheit der Amerikaner bleibt für freien Handel, für Globalisierung & unterstützt Bündnisse, die auf 70 Jahre lang gemeinsam geteilten Werten basieren", schrieb der 81-Jährige, der an einem Hirntumor erkrankt ist, am späten Samstagabend auf Twitter.

Im Streit um die Handelspolitik beim G7-Gipfel hat US-Präsident Donald Trump eine zollfreie Zone innerhalb der Gruppe aus sieben Staaten vorgeschlagen. "Sehr unehrlich und schwach", heißt es in Trumps Tweet. "Der Premierminister hat nichts gesagt, was er nicht bereits zuvor gesagt hat - sowohl öffentlich, als auch in privaten Konversationen mit dem Präsidenten", hieß es am Samstagabend in einer Mitteilung.

"Wir halten an dem Kommuniqué fest, so wie es von allen Teilnehmern vereinbart wurde", sagte ein Sprecher von EU-Ratspräsident Donald Tusk der Deutschen Presse-Agentur.

Die Drohung bezüglich der Autos dürfte Deutschland als großen Exporteur besonders umtreiben. Es war am Nachmittag veröffentlicht worden, zum Zeitpunkt der Tweets legte Kanada zudem die französische Fassung vor.

Trumps Reaktion ist nicht nur deshalb verlogen, weil er die Abschlusserklärung zunächst absegnete, um seine Zustimmung wenig später doch wieder zurückzuziehen. Bei Gesprächen in China charakterisierte der Kreml-Herrscher die Kritik der G7 an Moskau als "Gelaber" und drängte einmal mehr auf ein baldiges Treffen unter Männern: Putin und Trump. Die Europäer und sonstigen Handelspartner der USA, vorneweg Kanada und Mexiko, wären gut beraten, wenn sie an Trump möglichst vorbeischauten: Der Protektionismus des Präsidenten stösst nicht nur bei der demokratischen Opposition auf Widerstand, auch die Republikanische Partei beginnt sich gegen die Handelspolitik des Präsidenten zu wehren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) räumte vor ihrer Abreise vom Gipfel ein, dass damit der Dissens mit den USA in Handelsfragen "nicht aus der Welt" geschaffen sei. So plädierte er für die Wiederaufnahme Russlands in die Staatengruppe und propagierte die völlig illusorische Idee einer G7-Freihandelszone.

"Es gibt einen besonderen Platz im Himmel für Justin Trudeau".

Eine Einigung hatten die grossen Wirtschaftsmächte am ersten Gipfeltag nur in Einzelfragen erzielt. Merkel hatte vor dem Gipfel erklärt, dass sie nicht hinter bisherige Formulierungen zurückfallen wolle. Den Konflikt mit den USA um Strafzölle erwähnt das Communique nicht. Auch die Amerikaner trügen das Bekenntnis zum "regelbasierten Welthandelssystem" mit. "Nach menschlichem Ermessen werden wir ein Abschlusskommuniqué haben", das auch den Bereich des Handels einschließe, sagte sie am Samstag am Rande der Tagung.

Das Chaos ging aber nicht so weit, dass die Front gegen Trump im Handelsstreit auseinanderbröckelte. In den Vereinigten Staaten hat die Konstellation mit ihren in dieser Schärfe noch nie erlebten Kontrasten einen heftigen Diskurs ausgelöst. Ihr offizielles Statement kam, bevor Trump seine Abkehr von der Erklärung bekanntgab. Kanada werde zum 1. Juli Zölle im gleichen Volumen erheben wie jene, welche die USA "ungerechtfertigt auf uns angewendet haben", sagte der Gastgeber des Treffens. Die USA seien ein "Sparschwein, das ausgeraubt wird", hatte er behauptet.

Related:

Comments

Latest news

Guide to Blackjack
The game is always played on a semi-circle table with the dealer on the inside and a maximum of 7 players surrounding. Players can say ‘hit me’ to dealt additional cards that will increase their hand value if they wish.

Slot Game Symbols To Wish For
It is widely credited with setting the trend of using playing card symbols on the reels, as well as things like bells. In the online slot world this happens more often than not due to the number of pay lines that are genuinely present.

"Extrem stressige Nacht": Hilfsorganisationen retten 629 Migranten im Mittelmeer
Die Migranten waren auf der zentralen Route zwischen Libyen und Italien sowie im Westen zwischen Marokko und Spanien unterwegs. Seit einer Absprache zwischen der dortigen Regierung und Rom 2014 werden dorthin so gut wie keine Geretteten mehr gebracht.

G7-Gipfel: Leichte Entspannung im Handelsstreit zwischen USA und EU
Die Gipfelerklärung war erst nach einer Nachtsitzung und weiteren Verhandlungen bis kurz vor Ende des Gipfels zustande gekommen. Trudeau wurde dann etwas emotionaler: "Kanadier sind höflich und vernünftig, aber wir lassen uns auch nicht herumschubsen".

Multiplayer kosten
Die Spieler fürchten jedoch, dass dann ein Spiel immer mehr Pay-to-Win Elemente besitzt und damit nicht mehr interessant ist. Die ersten Bugs werden bereits erwartet und man hofft viele zu finden damit sie bis 2018 ausgemerzt werden können.

Other news