Trumps Ex-Wahlkampfmanager der Justizbehinderung beschuldigt

Ex-Wahlkampfmanager des US-Präsidenten Paul Manafort

Manafort und Kilimnik sollen auch "ehemalige führende europäische Politiker eingesetzt haben, um bei US-Beamten im Namen der Ukraine zu lobbyieren". Nun droht ihm sogar Gefängnis.

In der Russland-Affäre hat Sonderermittler Robert Mueller gegen Donald Trumps früheren Wahlkampfleiter Paul Manafort eine zusätzliche Anklage vorgelegt.

Manafort habe Zeugen für die gegen ihn anstehenden Prozesse angerufen oder über verschlüsselte Textbotschaften kontaktiert, um sie zu "erheblichen Falschaussagen" zu bewegen, hieß es in einem bereits am Montag bekannt gewordenen Gerichtsdokument.

Manafort muss sich vor einem Gericht in der Bundeshauptstadt Washington - neben den neuen Anklagepunkten - unter anderem auch wegen krimineller Verschwörung, Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Höhe von 30 Millionen US-Dollar verantworten. Kilimnik wird beschuldigt, Verbindungen zum russischen Geheimdienst zu haben. Zuletzt wurde ihnen versuchte Zeugenbeeinflussung vorgeworfen.

Die Anklage hat sich aus den Ermittlungen von Mueller ergeben, die der FBI-Sonderermittler wegen der mutmasslich russischen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016 führt.

Die bisherigen Ermittlungen Muellers führten aber auch zur Anklage und Festnahme Manaforts.

Mueller untersucht, ob es zwischen dem Trump-Lager und Moskau Absprachen im Wahlkampf 2016 gab. Sie stehen in Zusammenhang mit seiner politischen Lobbytätigkeit in Osteuropa, unter anderem für die ukrainische Regierung. Manafort soll mit seinem Geschäftspartner Rick Gates 2012 und 2013 mehr als zwei Millionen Dollar (1,63 Millionen Euro) an diese Politiker bezahlt haben. Ein erster Prozess soll am 10. Juli beginnen, weitere Anklagepunkte werden vom 17. September an verhandelt.

Manafort ist der einzige der vier Angeklagten aus Trumps Wahlkampfteam, der nicht mit den Sonderermittlern kooperiert. Er hat auf nicht schuldig plädiert. Bei den Zeugenaussagen geht es um Manaforts Kontakte zur sogenannten Hapsburg Gruppe, die ungesetzliche Lobbyarbeit für die Ukraine betrieben haben soll.

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