Die Ergebnisse des USA-Nordkorea-Gipfels im Überblick

SAUL LOEB via Getty Images

Der US-Präsident konnte sich kein Lächeln abringen.

Nach dem eintägigen Gipfel auf der Insel Sentosa, der mit einem historischen Handschlag begonnen hatte, feierte Trump seinen ersten außenpolitischen Erfolg. Allerdings im Vergleich zur atomaren Abrüstung nur "verhältnismäßig kurz".

Am Dienstag um 9.04 Uhr Ortszeit standen sich die beiden gegenüber, schritten aufeinander zu und schüttelten sich die Hände. Dann zogen sich die beiden zu Gesprächen zurück.

"Aus Feinden können Freunde werden", sagt US-Präsident Donald Trump bei der Pressekonferenz nach dem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Ein gemeinsames Mittagessen sollte der letzte offizielle Punkt auf der Agenda sein, ehe beide die Heimreise antreten sollten.

Die USA und Nordkorea wollten auf eine "anhaltende und stabile" Friedenslösung für die koreanische Halbinsel hinarbeiten, hieß es weiter in dem Papier. Laut dem Dokument bekräftigte Kim seine "entschlossene und unerschütterliche Verpflichtung" zur "kompletten Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel". Südkoreas Präsident hat sein politisches Schicksal mit der Aussöhnung mit dem Norden verknüpft; hier kann Kim nun mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit erwarten. Neben der Abrüstung und dem Frieden sind das der Aufbau neuer Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea sowie die Rückführung von sterblichen Überresten von Kriegsgefangenen und Vermissten. Trump erklärte sich zu Sicherheitsgarantien bereit. "Wir werden sehen, was diese in der realen, nicht der 'alternativen' Welt bedeutet". Die nächsten Schritte soll Außenminister Mike Pompeo mit Nordkorea aushandeln. Pompeo war in den vergangenen Wochen bereits zwei Mal nach Nordkorea gereist, um sich mit Kim Jong-un zu treffen. Trump nannte das Treffen "einen großen Erfolg" und sagte, dass beide "eine tolle Beziehung haben werden, daran habe ich keinen Zweifel". "Wir hatten eine historische Begegnung und haben entschieden, die Vergangenheit hinter uns zu lassen".

Trump sagte bei seiner Pressekonferenz, er habe mit Kim auch über die Menschenrechtslage in Nordkorea gesprochen.

In der Erklärung fehlen wichtige Details, ein Zeitrahmen etwa oder eine Idee, wie eine künftige Friedensordnung aussehen könnte. Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea als Abschreckung gegen die Bedrohungen durch Nordkorea stationiert. Der nordkoreanische Machthaber gelobte seinerseits, "die Vergangenheit zurückzulassen".

Nordkorea verfügt nach Trumps Worten über ein massives Atomwaffenarsenal. "Vielleicht sollte ich die Sanktionen zurückfahren", überlegt Trump zum Abschluss vor der Presse. Es gebe aber noch keine solche Vereinbarung. Das Menschenrechtsklima in Nordkorea sei "rau" - wie "übrigens" an vielen anderen Orten auch.

Auf dem Gipfel seien auch Menschenrechtsfragen behandelt worden, versicherte Trump. Nordkorea solle "vollständig denuklearisieren", heißt es. "Die USA hätten ernsthafte Zugeständnisse verlangen können, aber sie taten es nicht", schrieb er bei Twitter. Denn unterm Strich sind sich die USA und Nordkorea an diesem Tag so nahe gekommen, wie sie es seit 70 Jahren nicht waren. Trump hat schon einiges erreicht, etwa die Freilassung von drei Geiseln, braucht einen weiteren Erfolg aber dringlicher als Diktator Kim, für den das Treffen an sich schon eine enorme Aufwertung ist.

In ihrer gemeinsamen Gipfelerklärung bekannten sich Trump und Kim zu einem "robusten" Frieden auf der koreanischen Halbinsel, an dem sie arbeiten wollten. Einen Zeitrahmen gibt es für die Abrüstung nicht, auch kein konkretes Versprechen und auch die Frage nach den Kontrollmechanismen bleibt ungeklärt.

Related:

Comments

Latest news

Treffen mit Trump Kim sagt atomare Abrüstung zu
Ein politisch salonfähigeres Nordkorea könnte aber auch besser Fäden ziehen, um Positionen gegenüber den USA durchzusetzen. Denn unterm Strich sind sich die USA und Nordkorea an diesem Tag so nahe gekommen, wie sie es seit 70 Jahren nicht waren.

Eklat in Österreichs Parlament: Frauen verlassen unter Protest den Saal | Politik
Pilz hatte ursprünglich auf sein Mandat verzichtet, nachdem Vorwürfe sexueller Belästigung gegen ihn öffentlich geworden waren. Wie der ORF berichtet, blieben lediglich einzelne Frauen wie etwa die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures sitzen.

Ende der EU-Grenzposse: Bulgarische Kuh Penka wird nicht geschlachtet
Erst auf serbischem Gebiet schaffte er es, dank eines serbischen Bauern wieder in Besitz seiner Kuh zu gelangen. Weil Penka - auch noch trächtig - die EU-Außengrenze überschritten hatte, hätte sie nicht zurückkehren dürfen.

Film über Papst Franziskus Ein Mann seines Wortes?
Für Wim Wenders öffnete der Vatikan nicht nur seine Archive, sondern erlaubte ihm auch die Verwendung von exklusivem Bildmaterial. Das visuelle Konzept des Filmes lässt den Zuschauer mit dem Papst von Angesicht zu Angesicht sein.

Novoline Spiele kostenlos online spielen
Dank ausführlicher Erklärungen schaffen sich Spielerinnen und Spieler schon vor Spielbeginn einen Überblick. Für Freunde klassischer Unterhaltungsspiele stehen verschiedene Roulette und Blackjack Versionen zur Verfügung.

Other news