Dieselaffäre: VW muss eine Milliarde Bußgeld zahlen | Wirtschaft

Anfang Mai hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig erklärt, bei ihren Ermittlungen zum Dieselskandal bei Volkswagen voranzukommen. "Volkswagen akzeptiert das Bußgeld und bekennt sich damit zu seiner Verantwortung", schreibt der Konzern in einer Mitteilung an seine Aktionäre. Das Unternehmen will keine Rechtsmittel einlegen.

Diese seien laut Staatsanwaltschaft "mitursächlich" dafür, dass von Mitte 2007 bis 2015 "insgesamt 10,7 Millionen Fahrzeuge mit dem Dieselmotor der Typen EA 288 (Gen3) in den USA und Kanada sowie EA 189 weltweit mit einer unzulässigen Softwarefunktion beworben, an Abnehmer veräußert und in den Verkehr gebracht wurden". VW sehe darin einen weiteren wesentlichen Schritt zur Bewältigung der Krise. Durch den Bußgeldbescheid wird das gegen Volkswagen laufende Ordnungswidrigkeitenverfahren beendet. Formal handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Die Buße setzt sich aus dem gesetzlichen Höchstbetrag von fünf Millionen Euro sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile in Höhe von 995 Millionen Euro zusammen, wie die VW erläuterte. Das Geld muss laut Staatsanwaltschaft innerhalb von sechs Wochen an das Land Niedersachsen gezahlt werden. Die Wolfsburger gehen davon aus, dass die Beendigung dieses Verfahrens erhebliche positive Auswirkungen auf weitere in Europa geführte Verfahren haben wird.

Unter anderem laufen in Braunschweig Ermittlungen gegen frühere und aktuelle Manager - zum einen wegen des Anfangsverdachts des Betruges, zum anderen wegen Marktmanipulation. Der Konzern betonte stets, dies rechtzeitig getan zu haben.

In den USA musste Volkswagen in der Dieselaffäre schon hohe Strafen zahlen.

Volkswagen bekenne sich mit der Zahlung zu seiner Verantwortung für die Dieselkrise. Der Skandal weitete sich auch auf andere Hersteller aus.

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