Namensstreit beigelegt: Griechenland verkündet Kompromiss

Wichtigster Punkt der Vereinbarung zur Beilegung des Streits ist nach den Worten von Tsipras, dass der nördliche Nachbar Griechenlands seine Verfassung ändert und den Namen Mazedonien "mit einer zusätzlichen geografischen Bezeichnung" annimmt.

Nach mehr als einem Vierteljahrhundert haben die Regierungen Griechenlands und Mazedoniens ihren Namensstreit beigelegt. Griechenland lehnt den Staatsnamen Mazedonien ab, weil seine im Norden liegende Provinz ebenfalls so heißt. In einer ersten Reaktion sprach Oppositionschef Hristijan Mickoski von der nationalistischen VMRO-DPMNE von "Kapitulation" und "schwerem Exhibitionismus auf Kosten des Volkes".

Othmar Karas, ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, ließ über einen Sprecher wissen: "Das ist eine historische Einigung, die viele zeitweise nicht mehr für möglich gehalten hatten". Wegen des Streits mit Skopje hatte Athen Mazedoniens Bestrebungen blockiert, der EU und der Nato beizutreten.

"Unsere Nachbarn werden den Namen Republik Nord Mazedonien (slawisch: Severna Makedonija) haben", sagte Tsipras am Dienstag in einer Ansprache, die das griechische Staatsfernsehen übertrug. Damals war Mazedonien der einzige Teil Jugoslawiens, der ohne Krieg gegen Serbien aus dem Staatsverband ausscherte.

EU-Ratspräsident Donald Tusk begrüßte die Einigung.

Die griechische Seite wollte hingegen nicht akzeptieren, dass der nördliche Nachbarstaat, der 1991 im Zuge des Zerfalls von Jugoslawien entstanden war, sich wie die gleichnamige Region in Griechenland als "Mazedonien" bezeichnet.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg lobte den Kompromiss ebenfalls. Ein entscheidendes Hindernis für die Annäherung Skopjes an die EU und Nato sei damit aus dem Weg geräumt.

Tsipras und Zaev hatten sich in den vergangenen Monaten in dem Konflikt einander angenähert; beide sahen sich massivem Widerstand in ihren Ländern gegenüber. Bislang trägt das Land offiziell den sperrigen Namen "Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien" (Fyrom), womit die Mazedonen nicht zufrieden waren. Athen bestand ursprünglich darauf, dass der zusammengesetzte Namen umfassend angewendet wird, was die sperrige Sprachbezeichnung Nord-Mazedonisch bedingt hätte.

"Skopje und Athen haben heute Geschichte geschrieben", erklärte der deutsche Außenminister Heiko Maas. Mogherini und EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn setzen nun darauf, dass der EU-Gipfel Ende Juni den Weg zur Eröffnung von Beitrittsverhandlungen freimacht.

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