TV-Moderator Jochen Schropp (39) outet sich: "Ich bin schwul!"

Jochen Schropp outet sich „Ich bin schwul

Seine Freunde und Arbeitskollegen wissen schon lange Bescheid, doch in der Öffentlichkeit hat Jochen Schropp bisher noch nie über seine Homosexualität gesprochen.

Er wirkte im "Polizeiruf 110" sowie in mehreren Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen für das ZDF mit und moderierte unter anderem TV-Shows wie "Promi Big Brother" und "X Factor". Nein, er ist nicht vor den Altar geschritten, er hat sich in einem Brief zu seiner Homosexualität bekannt. Wichtiger als sein persönliches Coming-out sei ihm aber, was sein Schritt auch für andere Menschen bedeuten könne. "Ich solle darüber stehen, ich sei ja nicht schwul".

Dort wurde er als "schwul" bezeichnet und gemobbt, seine Eltern konnten ihm allerdings keinen Trost spenden, wie er resümiert: "Ich solle drüberstehen, ich sei ja nicht schwul. Ich werfe das meinen Eltern nicht vor, sicher waren sie selbst überfordert damit, mich zu beruhigen".

Erst als Austauschschüler in den USA hatte er vollauf das Gefühl, sich selbst verwirklichen zu dürfen - "Ich war der vollends integrierte deutsche Austauschschüler, der sich endlich gefunden hatte". Jetzt ließ er seine Fans aber doch an einem lange gehüteten Geheimnis teilhaben: Jochen outete sich als schwul!

Der Moderator schreibt auch davon, dass homophobe Sprüche nach wie vor ohne Hintergedanken gemacht werden. Doch er habe damals Angst gehabt, diesen Schritt zu machen. Er gesteht, "kalte Füße bekommen" zu haben.

Doch nun möchte sich Schropp nicht mehr verstecken: "Ich bin mittlerweile mit mir selbst im Reinen und weiß, wer ich bin", sagte er dem "Stern". Mehr erfahrt ihr im Video unten.

Im anschließenden Interview mit dem "stern" offenbart Schropp dann auch, dass ihm seine ehemalige Schauspielagentur vom Coming-Out abgeraten hatte: "Ich bin halt kein Charakterdarsteller, sondern eher auf den Schwiegersohn oder den Herzensbrecher abonniert" - und diese Parts würde er als öffentlich Schwuler eben nicht mehr bekommen, so seine Agentur.

Nun erhoffe sich Schropp vor allem zwei Dinge von seinem Brief: Zuspruch und das Verständnis, dass er sich mit seinem Outing nicht billige Aufmerksamkeit erkaufen will.

Related:

Comments

Latest news

Irak - Feuer in Lagerhalle mit Stimmzetteln der Parlamentswahl
Ministerpräsident Haidar al-Abadi hatte am Dienstag erklärt, bei der Wahl habe es "gefährliche Verstöße" gegeben. Nach dem Brand in einem Lager mit ausgefüllten Stimmzetteln im Irak sind vier Menschen festgenommen worden.

Robert De Niro feuert weiter gegen Trump
Trump nannte den Kanadier "unehrlich" und "schwach". "Ich entschuldige mich bei Justin Trudeau und den anderen G7-Leuten. Es ist widerlich", sagte de Niro dazu.

Queen feiert Geburtstag - Herzogin Meghan erstmals dabei | Stars
Ebenso wie die Neu-Herzogin war auch die Frau von Prinz Charles vor ihre Ehe mit dem Thronfolger schon einmal verheiratet. Harry hatte den Sport-Wettbewerb für verwundete Soldaten, der 2014 das erste Mal in London stattfand, ins Leben gerufen.

Die Ergebnisse des USA-Nordkorea-Gipfels im Überblick
In der Erklärung fehlen wichtige Details, ein Zeitrahmen etwa oder eine Idee, wie eine künftige Friedensordnung aussehen könnte. Ein gemeinsames Mittagessen sollte der letzte offizielle Punkt auf der Agenda sein, ehe beide die Heimreise antreten sollten.

Treffen mit Trump Kim sagt atomare Abrüstung zu
Ein politisch salonfähigeres Nordkorea könnte aber auch besser Fäden ziehen, um Positionen gegenüber den USA durchzusetzen. Denn unterm Strich sind sich die USA und Nordkorea an diesem Tag so nahe gekommen, wie sie es seit 70 Jahren nicht waren.

Other news