US-Notenbank erhöht Zinsen - 2018 könnten noch zwei Schritte folgen

Die US-Notenbank strafft die Zügel immer weiter. Nachdem die Währungshüter nach ihrer Zinssitzung am Mittwochabend den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte in die Spanne zwischen 1,75 Prozent und 2,00 Prozent angehoben hatten, werden also im weiteren Verlauf des Jahres noch zwei Zinsschritte erwartet.

Zuletzt hatte es vor zehn Jahren und damit noch vor dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise eine Zwei vor dem Komma gegeben.

Für 2018 signalisierten die Notenbanker zwei weitere Zinserhöhungen, zuvor war nur mit einer gerechnet worden. Bislang hatten sie für 2018 nur insgesamt drei Erhöhungen avisiert. Das teilte die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mit. Die Jahresinflationsrate erreichte im Mai mit 2,8 Prozent den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren. Zudem ziehen die Preise an und nähern sich der von der Fed angepeilten Marke von zwei Prozent. Um die Investoren auf den zunehmend strafferen Kurs vorzubereiten, strich die Fed eine Passage aus ihrem Text. Darin hatte sie für "geraume Zeit" konjunkturfördernde Zinsen signalisiert.

Die US-Notenbank hebt die Zinsen erneut an. An der Wall Street gaben die Kurse leicht nach.

Die US-Notenbank hat den Leitzins leicht um 0,25 Punkte angehoben.

Die EZB wird heute (Donnerstag) auf ihrer Ratssitzung in Riga möglicherweise eine wichtige Weiche in Richtung einer weniger expansiven Geldpolitik stellen.

Der Beschluss für die Zinserhöhung fiel einstimmig.

"Wir gehen davon aus, dass die Fed im September und Dezember erneut an der Leitzinsschraube dreht. Wesentliche Gründe für die Aufwärtsrevision des erwarteten Zinspfads dürften der Aufwärtstrend bei der Inflation und die anhaltend robuste Lage am Arbeitsmarkt sein, denn die Fed hat ihre Projektion für die Arbeitslosenquote nochmals nach unten genommen". Powell machte hier aber auch die gestiegenen Ölpreise verantwortlich. Die Zinserhöhungen sind dabei auch eine Antwort auf ‚Trumpenomics'. Die Fed ist mit einer Administration konfrontiert, die mitten im Boom massive Steuersenkungen durchführt und Unternehmen zu umfassenden Gewinnrückführungen in die USA veranlasst. Die Notenbank hatte schon im März den ersten Schritt nach oben in diesem Jahr gewagt.

Zugleich verbesserte die Notenbank ihre Bewertung der US-Konjunktur.

"Dass das Zinsniveau jetzt wieder auf dieser Höhe ist, zeigt, wie stark sich die US-Wirtschaft von der Finanzkrise erholt hat".

Die Aussichten für den bereits auf Vollbeschäftigung zulaufenden Arbeitsmarkt werden noch günstiger eingeschätzt.

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