Kika/Leiner geht an René Benkos Signa-Gruppe

Die Kika  Leiner-Gruppe hat knapp vor dem Gang zum Insolvenzrichter einen Käufer gefunden

"Der Deal ist durch", hieß es aus Verhandlerkreisen zur APA.

Nachdem der Kreditversicherer Euler Hermes Warenlieferungen an Kika/Leiner nicht mehr abzusichern bereit war und die Urlaubsgelder Ende Juni fällig werden, war die Möbelkette seit zehn Tagen auf der Suche nach einem finanziellen Ausweg. Euro. Der österreichische Möbelhändler ist durch den Bilanzskandal der deutsch-südafrikanischen Konzernmutter Steinhoff in den letzten Monaten immer tiefer in die Krise gerissen worden.

Laut Unternehmensangaben sind die Arbeitsplätze in den 46 Kika/Leiner-Filialen in Österreich gesichert. "Die kapitalstarke Signa hat mit der erfolgreichen Sanierung von Karstadt die langfristige Sicherung von Arbeitsplätze bewiesen und wird den Restrukturierungsprozess, den wir Anfang des Jahres begonnen haben, als Garant weiter unterstützen", so George.

Nachdem Steinhoff im vergangenen Dezember Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung eingeräumt hatte, verlor das Unternehmen bis zu 90 Prozent des Börsenwertes und kämpft seither ums finanzielle Überleben.

Anfang 2018 attestierte der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) Kika/Leiner ein "leicht erhöhtes Risiko" und empfahl den Lieferanten der heimischen Möbelkette, vorübergehend nicht unbesichert auf offene Rechnung zu liefern. Anzahlungen würden weiter auf einem Treuhandkonto liegen, Steinhoff habe keine Zugriffsmöglichkeit auf Gelder von Kika/Leiner. Kika/Leiner einigte sich in ersten Gesprächen mit Lieferanten auf eine einwöchige Schonfrist, musste dann am vergangenen Freitag aber die Präsentation einer Lösung der Probleme auf diese Woche verschieben.

Die Kika/Leiner-Eigentümerfamilie Koch verkaufte im Jahr 2013 die Möbelkette laut damaligen Medienberichten um mehr als 500 Mio. Eine Aussendung von Steinhoff und der Signa Gruppe zum Kauf gab es vorerst nicht. Der Kaufpreis liegt "Österreich" zufolge bei 450 Millionen Euro, 100 Millionen Euro sollen demnach als Finanzspritze in das operative Geschäft gesteckt werden. Im osteuropäischen Raum wurden rund 200 Millionen Euro erlöst.

Related:

Comments

Latest news

EU will Ausgaben für Grenzschutz und Migration verdreifachen — EU
Die EU-Kommission will in der kommenden Finanzperiode für die Sicherung der EU-Außengrenzen rund 21,3 Milliarden Euro ausgeben. Hierzu zählt der massive Ausbau der Behörde Frontex, deren Mitarbeiter von derzeit 1.000 auf 10.000 erhöht werden soll.

US-Notenbank erhöht Zinsen - 2018 könnten noch zwei Schritte folgen
Zuletzt hatte es vor zehn Jahren und damit noch vor dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise eine Zwei vor dem Komma gegeben. Die Aussichten für den bereits auf Vollbeschäftigung zulaufenden Arbeitsmarkt werden noch günstiger eingeschätzt.

Kurz hofft auf "Achse der Willigen" gegen offene Grenzen
Kurz und Seehofer waren sich einig, dass "nicht die Schlepper, sondern die Regierungen" entscheiden müssten, wer ins Land dürfe. Soll es an der Grenze Zurückweisungen von Migranten geben oder nicht? Kurz erklärte: "Wir brauchen eine Achse der Willigen".

Eminem versetzt Festival-Zuschauer in Angst und Panik
Ich hatte Spaß bei dem Eminem-Konzert, dann spielte er auf einmal sehr realistisch klingende Pistolengeräusche. Diesen Effekt benutze der Rapper schon seit über zehn Jahren, beanstandet worden sei dies noch nie.

Angelina Jolie & Brad Pitt: Streit um Kinder eskaliert | Stars
Das Gericht habe Jolie ferner untersagt, Unterhaltungen via Smartphone zwischen den Kindern und ihrem Ex-Mann zu kontrollieren. Angelina Jolie möchte mit ihren Kindern, die schon richtig groß sind , im Sommer nach Großbritannien ziehen.

Other news