Trump und Kim suchen Neuanfang ROUNDUP 2/Positive Signale auf Gipfel

Militärische Entspannung zwischen Süd und Nordkorea

Der historische Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Hoffnungen in der deutschen Wirtschaft geweckt, dass sich hier ein neuer Markt auftun könnte.

Ausgeblendet wird auch die Menschenrechtslage in Nordkorea, die Trump als "schlimm" beschreibt und gleich relativiert: "Es ist woanders auch schlimm".

Das US-Verteidigungsministerium begrüßte die Ergebnisse des Nordkorea-Gipfels, äußerte sich aber nicht zur Zukunft gemeinsamer Manöver der USA mit Südkorea. Das Land habe großes Potenzial.

Beide Seiten wollen nun den Gesprächsfaden fortführen, bis hin zu gegenseitigen Besuchen.

Da die beiden Staatsmänner so gut miteinander auskamen, wurde Kim von Trump in die USA eingeladen, eine Gegeneinladung komme "zu gegebener Zeit", hieß es. Die Regierung prüfe derzeit eine Reise Abes nach Pjöngjang im August, berichtete die Zeitung "Sankei Shimbun". Indes erklärte Nordkorea, dass Trump und Kim sich auf eine "schrittweise" Denuklearisierung verständigt hätten, die mit wirtschaftlichen Vergünstigungen für Pjöngjang belohnt würde. Darin wird Kim vor Augen geführt, wie er mit einem neuen Kurs - so wörtlich - zum "Helden seines Volkes" werden könnte.

Der Gipfel, den Trump zwischenzeitlich abgesagt hatte, geht am Dienstag ab 09.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MESZ) auf der Insel Sentosa über die Bühne.

Das Video - produziert von einer Firma namens "Destiny Pictures" (in etwa: "Schicksalsbilder") ist ganz im Stil eines Imagefilms aus der Geschäftswelt gehalten. "Wir müssen zunächst einmal abwarten, ob Nordkorea wirklich bereit ist, sich auf die Aufgabe seiner Nuklearwaffen als Teil eines substanziellen Friedensprozesses einzulassen", so der Außenminister. Dazu wurden Schwarz-Weiß-Bilder gegengeschnitten, die die militärische Vergangenheit zeigen.

US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung einen kurzen Draht zum nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hergestellt.

Haben Trump und Kim die Welt mit Treffen sicherer gemacht? So war vorerst unklar, ob tatsächlich ein konkreter Schritt in Richtung einer atomaren Abrüstung Nordkoreas gelungen ist. Als Gegenleistung bot Trump unter anderem Sicherheitsgarantien an. Dass die USA im Gegenzug ihre gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea einstellen wollen, werten Kommentatoren als enorme Konzession gegenüber dem Machthaber in Pjöngjang. Trump zeigte sich bei Twitter überzeugt, der Gipfel habe zur Verhinderung einer "atomaren Katastrophe "beigetragen". "Für Investoren sitzen die wichtigen Männer nicht am Atomknopf, sondern an der Druckerpresse: Sie heißen Mario Draghi und Jerome Powell und haben die Macht über die Notenbankpolitik in Europa und den USA".

Auf offizieller Ebene am deutlichsten fiel die Kritik an Trump aus Japan aus. Darin hieß es nur, Außenminister Mike Pompeo werde "baldmöglichst" Gespräche mit der nordkoreanischen Seite aufnehmen, um die Ergebnisse des Gipfels "zügig" umzusetzen. Zu den veröffentlichten Details der Gespräche gehörte unter anderem auch die Zusage Kims, die sterblichen Überreste gefallener US-Soldaten aus dem Koreakrieg möglichst bald zu repatriieren.

In China stieß der Schritt auf Wohlwollen.

Kim Jong Un und Donald Trump bei ihrem ersten Zusammentreffen. Kim sei "ein sehr schlauer Kerl" und "großartiger Verhandler", so Trump in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News.

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