Gericht erlaubt Time-Warner-Kauf durch AT&T

Der Anwalt von AT&T und Time Warner verkündete die Entscheidung

AT&T teilte daraufhin mit, dass die Übernahme bis 20. Juni perfekt sein werde. Donald Trump hatte die Übernahme bereits während seines Wahlkampfs kritisiert.

Der US-Telekommunikations-Riese AT&T und der Medienkonzern Time Warner haben ihren Zusammenschluss vollzogen. Die 85 Milliarden Dollar teure Übernahme wurde nach einer Einigung mit den US-Wettbewerbsbehörden abgeschlossen. Die Kartellwächter des Justizministeriums hätten jedoch keinen ausreichenden Nachweis dafür erbracht, dass die Fusion dem Wettbewerb schade, befand Leon. Sein Gericht habe keine Einwände.

Trump hatte sich persönlich gegen die Übernahme von Time Warner ausgesprochen, dessen Nachrichten-Flaggschiff CNN häufig kritisch über ihn berichtet. Eigentlich sollte der im Oktober 2016 beschlossene Deal schon Ende 2017 in trockenen Tüchern sein - wegen der Klage des Justizministeriums wurde er dann jedoch zur Hängepartie.

Das aktuelle Gerichtsurteil gilt als eine der wichtigsten kartellrechtlichen Entscheidungen seit Jahren, es könnte künftige Fusionen und Übernahmen in den USA maßgeblich beeinflussen.

Die Regierung kann jedoch noch Berufung dagegen einlegen. Man werde die Begründung des Gerichts prüfen und die nächsten Schritte abwägen. Ihr vereinbarter Deal wurde "nach einer vollständigen und fairen Verhandlung" für rechtens erklärt und der Einspruch des Justizministeriums "kategorisch zurückgewiesen", wie AT&T-Justitiar David McAtee in einem Statement sagt. Die Behörde erwägt zwar noch, in der Sache vor eine höhere Instanz zu ziehen - davon unabhängig sollte aber die Fusion möglich sein.

AT&T will Time Warner - Heimat auch des Kabelsenders HBO und des Warner Bros Filmstudios - für 85,4 Milliarden Dollar kaufen. Durch den Zusammenschluss kommen Produktion und Übermittlung von Medieninhalten unter ein Konzerndach.

Die Aktien von AT&T notierten im nachbörslichen Handel kaum verändert.

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