WDR kündigt Fernsehfilmchef nach "glaubhaften" Belästigungsvorwürfen

WDR kündigt Fernsehfilmchef nach

In den vergangenen Wochen hatten mindestens sechs Frauen Belästigungsvorwürfe gegen Henke erhoben. Henke wies die Vorwürfe zurück.

In der Affäre um sexuelle Belästigung greift WDR-Intendant Tom Buhrow durch.

Der WDR hat seinem Fernsehfilmchef Gebhard Henke mit sofortiger Wirkung gekündigt. Aus Sicht des Westdeutsche Rundfunks bestehe kein Vertrauensverhältnis mehr. Henke bestritt diese, konnte sie aber offenbar nicht hinreichend entkräften.

Mehr als zehn Frauen hatten laut dem Sender über unangemessenes Verhalten des Fernsehspielchef Gebhard Henke berichtet. Man haben die entsprechenden Schilderungen sorgfältig geprüft, so der Sender, und den Beschuldigten angehört. Im Ergebnis habe der WDR die von den Frauen geschilderten Vorfälle für schwerwiegend und glaubhaft gehalten. Er galt als einer der mächtigsten Männer im deutschen Film- und Fernsehgeschäft.

Im vergangenen Monat hatte der WDR bereits einem Mitarbeiter wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung fristlos gekündigt. Gegen diese Freistellung hat er eine einstweilige Verfügung beantragt - diese wird wird am Dienstag vor dem Kölner Arbeitsgericht verhandelt. Allerdings müsse man abwarten, ob Henke den Antrag angesichts der aktuellen Entwicklung möglicherweise zurückziehe, sagte eine Gerichtssprecherin. Nach Informationen des Magazins "Stern" und des Recherchebüros "Correctiv" handelte es sich dabei um einen Fernsehkorrespondenten, dem zahlreiche Belästigungsfälle vorgeworfen werden.

Erst vor drei Wochen hatte der WDR einen ehemaligen Auslandskorrespondenten entlassen, dem sexuelle Belästigung von Mitarbeiterinnen zur Last gelegt wurde. Die frühere Gewerkschafts-Chefin Monika Wulf-Mathies untersucht zurzeit, wie der WDR in der Vergangenheit mit Hinweisen auf sexuelle Belästigung umgegangen ist.

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