Tragisches Déjà-vu: Großbrand zerstört berühmte Hochschule in Glasgow

Das Gebäude gehörte zu den bekanntesten in Schottland

Zum zweiten Mal binnen weniger Jahre ist das historische Gebäude der Kunsthochschule ausgebrannt, wurde dabei massiv beschädigt. 2014 wurde die Kunsthochschule schon einmal durch ein Feuer zerstört. Selbst ein Großaufgebot konnte die Lage nach Angaben der Feuerwehr bis zum Morgen nicht unter Kontrolle bringen.

Hinweise auf Verletzte gab es nicht. Es gehört zu den bekanntesten Bauwerken des Landes und zieht jährlich Tausende Besucher an. Damals setzte ein defekter Projektor eine Kunstinstallation in Brand, die Flammen griffen rasch auf das Gebäude über.

Glasgow (dpa) - Auch am Samstag haben noch immer mehrere Dutzend Feuerwehrleute gegen Brandnester in der berühmten Glasgow School of Art gekämpft.

"Die Einsatzkräfte arbeiten hart, um das Feuer zu löschen, dass das Mackintosh-Gebäude der Glasgow School of Art erfasst hat", teilte die Feuerwehr kurz nach Mitternacht auf Twitter mit.

Doch auch in den Stunden danach brannte das Hauptgebäude der Hochschule heftig weiter, sogar umliegende Gebäude gingen in Flammen auf und wurden schwer beschädigt.

Dramatische Szenen im Zentrum der schottischen Stadt Glasgow! Am Samstagmorgen waren nach Feuerwehrangaben noch 120 Einsatzkräfte und 20 Löschfahrzeuge an den "extrem herausfordernden und schwierigen" Löscharbeiten beteiligt. Wie hoch der Sachschaden liegt, war zunächst nicht absehbar.

Das Mackintosh Building der Glasgow School of Art steht in Flammen.

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon zeigte sich betroffen über den erneuten Brand. Das Schicksal des einmal mehr verheerten Prachtgebäudes breche ihr das Herz, schrieb die Politikerin auf Twitter. Laut dem Glasgower Parlamentsabgeordneten Paul Sweeney und übereinstimmenden Augenzeugenberichten dürfte das Ausmaß der neuerlichen Brandtragödie das des Feuers von 2014 nochmals deutlich übertreffen. "Ich glaube, das Mackintosh-Gebäude ist am Ende". Zu ihren berühmten Absolventen zählen die Turner-Preisträger Simon Starling, Richard Wright und Martin Boyce, der Schauspieler Peter Capaldi aus der britischen Erfolgsserie "Doctor Who", der Schauspieler Robbie Coltrane aus den "Harry Potter"-Filmen sowie Mitglieder der schottischen Rockbands Travis and Franz Ferdinand". Erst im kommenden Jahr sollte die Restaurierung nach einem ersten Großbrand im Jahr 2014 beendet werden. Die Kosten für den Wiederaufbau wurden von der Nachrichtenagentur Press Association auf bis zu 40 Millionen Euro beziffert.

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