Jose Gimenez rettet Uruguay: 1:0-Erfolg gegen Ägypten

Spaniens Aushilfstrainer Fernando Hierro und Kapitän Sergio Ramos

Ohne den maladen "König der Pharaonen" hat Ägypten bei seinem WM-Comeback einen Achtungserfolg durch einen Last-Minute-Treffer knapp verpasst. Die favorisierten Südamerikaner belohnten sich nach einer lange Zeit matten Darbietung in Jekaterinburg erst in der Schlussphase.

In einem Spiel ohne große Höhepunkte fehlte Salah den Ägyptern als Führungsfigur, Abnehmer von Pässen und Unruhestifter der gegnerischen Abwehr an allen Ecken und Enden.

Nur knapp konnte sich Uruguay in seinem erstem WM-Spiel gegen Underdog Ägypten durchsetzen. Der Verteidiger von Atlético Madrid stieg nach einer Freistossflanke von Carlos Sanchez am höchsten und traf aus sechs Metern mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:0. "Wir wollten eine neue Verletzung vermeiden, deshalb haben wir beschlossen, kein Risiko einzugehen", erklärte Ägyptens Trainer Héctor Cúper nach dem Spiel. Doch grundsätzlich zeigte er sich zufrieden: Wer gewinne, komme weiter. Aber Ägypten hielt lange stark dagegen. Mit einem weiteren Sieg am nächsten Mittwoch kann Uruguay wohl zum dritten Mal nacheinander ins WM-Achtelfinale einziehen. Ausgerechnet an seinem Geburtstag musste Afrikas Fußballer des Jahres auf seine WM-Premiere verzichten.

Uruguay begann in Bestbesetzung mit seinem hochkarätigen Sturmduo Suarez und Edinson Cavani. In der Defensive stand der Außenseiter aber recht stabil. Ebenfalls nicht eingesetzt wurde der 45-jährige Torhüter Essam El-Hadary, der bei einem Einsatz zum ältesten WM-Spieler der Geschichte avanciert wäre. Die weiteren Gegner in der Gruppe A sind am 19. Juni Gastgeber Russland (20.00 Uhr) und sechs Tage darauf Saudi-Arabien (16.00 Uhr/beide ZDF).

Die Südamerikaner lebten in der Offensive von ihren beiden Stürmern Suarez und Edson Cavani. Die besten Chancen vergab Suárez nach einem Eckball in der 24. Minute, als er aus kurzer Distanz nur das Außennetz traf, und direkt nach der Pause, als er El-Schenawi anschoss. Ägypten traf in Ekaterinburg auf den zweimaligen Titelträger Uruguay und wollte für die erste Überraschung des laufenden Turniers sorgen. In der 88. Minute rettete bei einem Freistoß von Cavani die Stange für den geschlagenen Keeper, im Nachschuss standen sich mehrere Uruguayer gegenseitig im Weg. Insgesamt fehlte dem Team allerdings gegen die auf Torsicherung bedachten Ägypter Tempo und Kreativität.

Den Nordafrikanern boten sich bei Kontern durchaus Gelegenheiten, doch die Abwehr um den aufmerksamen Kapitän Diego Godin ließ kaum Abschlüsse zu.

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