US-Handelspolitik: USA drohen China mit weiteren Zöllen

Donald Trump

China führte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 505 Milliarden Dollar in die USA ein.

Die Tagesschau hat den weiter anschwelenden Konflikt in ihrem heutigen Eintrag von 3:16 Uhr ganz gut zusammengefasst: "Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat US-Präsident Trump die Vorbereitung neuer Zölle angekündigt".

Er habe seinen Handelsbeauftragten angewiesen, eine Liste entsprechender Güter zusammenzustellen, sagte Trump. Der Aufschlag solle 10 Prozent betragen. Trumps Erklärung kurz vor Börseneröffnung am Dienstagmorgen in Japan lastete auf den Märkten in Asien.

"Diese Zölle werden nach dem Abschluss des juristischen Prozesses dann in Kraft treten, wenn China sich weigert, seine Praktiken zu ändern und auch wenn es darauf besteht, seine jüngst angekündigten neuen Zölle umzusetzen", so Trump.

Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar sollen demnach mit Zöllen belegt werden.

Der US-Präsident erklärte am Montag, er habe eine ausgezeichnete Beziehung zu dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, und er werde in vielen Fragen weiter mit ihm zusammenarbeiten. "Aber die Vereinigten Staaten lassen sich beim Handel nicht länger von China und anderen Ländern auf der Welt ausnutzen".

► Das wäre die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA. "Diese Praktik des extremen Drucks und der Erpressung weicht von dem Konsens ab, den beiden Seiten bei mehreren Gelegenheiten erzielt haben", hiess es in einer Stellungnahme. Chinas Maßnahmen würden denen der USA in "Qualität und Quantität" entsprechen. Dann ordnete Trump Zölle von 25% auf mehr als 800 chinesische Waren mit einem Volumen von 50 Mrd. $ an. $ betragen. Vermutlich werde die Regierung in Peking daher als nächstes amerikanische Unternehmen ins Visier nehmen, die in China tätig seien. Die Furcht vor einem ausgewachsenen US-chinesischen Handelskrieg hatte zuvor den Aktienmarkt in New York belastet.

Zwar soll Trump dem Konzern unter Führung von Tim Cook bereits zugesagt haben, das in China gefertigte iPhone von den neuen Strafzöllen auszunehmen, Cupertino selbst befürchtet jedoch von Chinas Reaktion auf die Ausweitung der Zölle betroffen zu sein. $. Er fordert zudem schärfere Massnahmen gegen den Diebstahl von intellektuellem Eigentum.

Eine Sprecherin von Lighthizer sagte, die neue Liste ersetze eine Aufstellung von chinesischen Waren im Volumen von 100 Milliarden Dollar, die Trump im April für einen solchen Fall in Auftrag gegeben hatte. Die Maßnahme richtet sich nach Angaben des US-Präsidialamts auf Waren aus dem strategischen "Made in China 2025"-Programm, mit dem die Volksrepublik ihre Wirtschaft ankurbeln wolle, "aber das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten und vieler anderer Länder schädigt".

Die USA hatten erst in der vergangenen Woche Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 50 Milliarden Dollar verhängt, woraufhin China Gegenmassnahmen im gleichen Umfang ankündigte. Aus den USA gelangten dagegen nur Produkte im Wert von 130 Milliarden Dollar nach China.

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