Bei Ryanair droht Pilotenstreit

Ryanair Boeing 737-800

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) habe die Tarifverhandlungen mit dem irischen Billigflieger abgebrochen, das bestätigte VC-Sprecher Janis-Georg Schmitt dem reisereporter.

Nun droht ein Streik an den deutschen Basen des größten europäischen Billigfliegers, der auch in seiner Heimat Irland Ärger mit den Piloten hat. Der irische Low Coster steht seit Jahren wegen teils fragwürdiger und von Betroffenen auch als unmenschlich empfundener Arbeitsbedingungen wiederholt in der Kritik.

Cockpit hatte kurz vor Weihnachten 2017 bereits einmal 200 in Deutschland fest bei Ryanair angestellte Piloten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

In einer geplanten Urabstimmung sollen die Gewerkschaftsmitglieder unter den rund 400 in Deutschland stationierten Ryanair-Piloten über einen "längeren Streik" abstimmen. Die Iren haben ihre Urabstimmung bereits begonnen und wollen sie nach bisherigen Ankündigungen am 3. Juli abschließen. Diese Abstimmung solle bis Ende Juli abgeschlossen sein, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Ob Piloten in weiteren Ländern hinzukommen, blieb zunächst offen. Das Unternehmen äußerte sich nicht zu dem Konflikt. Damals konnte Ryanair alle bestreikten Maschinen mit Ersatzmannschaften starten lassen. Im Anschluss gab Ryanair-Chef Michael O'Leary einen spektakulären Kurswechsel bekannt und erklärte, dass man die bis dahin strikt anti-gewerkschaftliche Linie aufgebe und Verhandlungen für das gesamte fliegende Personal anstrebe.

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