EU warnt vor Handelskrieg - US-Minister: Handelspartner sollen "schmerzhaftes Umfeld" spüren

EU-Kommission Hauptstandort in Brüssel

Die Zahlungen werden auf eine Reihe von Produkten wie Jeans, Erdnussbutter oder Motorräder fällig. Brüssel erwartet mit Spannung, wie US-Präsident Donald Trump reagiert.

Die EU macht ernst: Im Handelsstreit mit den USA treten am Freitag Gegenzölle in Kraft. Auch hier soll damit laut dem Stahlministerium der Unmut gegenüber US-Abgaben gezeigt werden. Das verstößt aus Sicht der EU gegen Regeln der Welthandelsorganisation. Die EU-Zusatzzölle sollen nun in einem ersten Schritt auf jährliche Importe aus den USA im Gegenwert von 2,8 Milliarden erhoben werden.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström erklärte: "Wir wollten nicht in diese Lage kommen".

Die Volksrepublik China, Russland, Japan, Indien, die Türkei und die Europäische Union haben allesamt den USA zu verstehen gegeben, dass sie mit den US-Zöllen auf Stahl und Aluminium nicht einverstanden seien. Am 31. Mai hatten die USA diese Zölle nach fruchtlosen bilateralen Verhandlungen praktisch gegen alle Länder verhängt, einschließlich der EU und Kanada. Diese könnten ab 2021 bei weiteren US-Produkten im Wert von 3,6 Milliarden Euro fällig werden. Die Spirale aus neuen Abgaben und Vergeltungszöllen schürt die Furcht vor einem Handelskrieg.

Russlands Antwort werde für US-amerikanische Waren gelten, für die eine Substitutionsgüter innerhalb des Landes produziert werden können, so Oreschkin.

Auch die EU-Kommission bereitet eine zweite Stufe möglicher Zölle gegen die USA vor. Neben amerikanischen Lebensmitteln, Kleidung und Motorrädern werden unter anderem auch amerikanische Stahlerzeugnisse, Schiffe und Boote betroffen sein.

Die EU-Kommission hat am Mittwoch die Verordnung für die Einführung von Ausgleichsmaßnahmen als Reaktion auf die US-Zölle auf Stahl und Aluminium angenommen. Trump prüft deshalb nun die Verhängung von zusätzlichen Zöllen auf Autos aus europäischer Produktion.

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