Deutsches Flüchtlings-Hilfsschiff "Lifeline" sitzt auf dem Mittelmeer fest

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Nach Italien hat auch Malta erneut einem Rettungsschiff mit hunderten Flüchtlingen an Bord die Einfahrt in einen Hafen verweigert.

Rom wirft den Helfern auf der "Lifeline" vor, gegen internationales Recht verstossen zu haben, als die vor der libyschen Küste Flüchtlinge an Bord nahmen, obwohl bereits die libysche Küstenwache im Einsatz gewesen sei.

Ankunft auf Lampedusa: Die kleine italienische Insel erlebte in den vergangenen Jahren immer wieder einen Ansturm von Bootsflüchtlingen, der sie überforderte.

Durfte in Italien keinen Hafen anlaufen: Das Flüchtlingsschiff Aquarius. Salvini argumentiert, die Besatzung habe unlauter gehandelt, da die libysche Küstenwache von Italien mit der Rettung der Migranten beauftragt sei. Italien will die Schiffe beschlagnahmen lassen, um deren juristischen Status zu überprüfen. "Ich will die Geschäfte von Schleppern und Mafiosi unterbinden!", schrieb der Chef der rechten Lega-Partei auf Facebook. Mit der deutschen Organisation Mission Lifeline ist mittlerweile ein zweites Schiff mit Migranten an Bord auf dem Meer blockiert. Die "Lifeline" hatte sich am Donnerstag bei der Rettungsaktion nach eigenen Angaben in internationalen Gewässern aufgehalten. Das Schiff fährt nach Angaben der Organisation unter niederländischer Flagge, was die dortigen Behörden aber bestreiten.

Das Schiff warte auf eine diplomatische Lösung, sagte Axel Steier von der Hilfsorganisation Mission Lifeline. "Die Crew teilte mit, dass sie Proviant für die rund 230 Migranten an Bord des Schiffes benötige". Sie würden das Schiff auch mit Hilfsgütern versorgen. Das sagte Italiens Verkehrsminister Danilo Toninelli von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye kündigte derweil an, ihre Rettungseinsätze abzubrechen.

Vor rund zwei Wochen hatte Italien der "Aquarius" der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen erstmals die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Das Rettungsschiff "Aquarius" mit mehr als 620 Menschen an Bord lief schließlich in den Hafen im spanischen Valencia ein.

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