28, Sozialistin, aus der Bronx:Latina siegt überraschend bei US-Vorwahl

Alexandria Ocasio Cortez an einem Maschendrahtzaun

Die New York Times vermutet deshalb, dass der Überraschungssieg von Ocasio-Cortez bei den Vorwahlen der Demokraten keine Ausnahme bleiben könnte. Bei ihrer ersten politischen Kandidatur hat sie bei den Demokraten einen verblüffenden Sieg davongetragen und den langjährigen Amtsinhaber Joseph Crowley in den Kongressvorwahlen deutlich geschlagen.

Als ihr Gegenkandidat bei den demokratischen Vorwahlen das letzte Mal herausgefordert wurde, durfte Alexandria Ocasio-Cortez noch gar nicht wählen.

"Frauen wie ich sollen eigentlich nicht für Ämter kandidieren", sagt Ocasio-Cortez in ihrem Wahlspot. Erzielt wurde er im 14. Wahlkreis von New York, der sich von der Bronx bis nach Queens zieht.

Der Sieg von Ocasio-Cortez spiegelt aber auch die Schwierigkeiten der Demokraten wider, zu einem geschlossenen Kurs gegen Präsident Donald Trump zu finden. Sie hat bei den Präsidentschaftswahlen für den Sozialisten Bernie Sanders Wahlkampf gemacht und vertritt politisch zum Teil noch radikalere Ansichten als Sanders. Der Demokratischen Partei allgemein warf sie vor, die Stimmen von Arbeitern, Schwarzen und Latinos als garantiert hinzunehmen, ohne sich für diese Gruppen entsprechend einzusetzen. Gleichzeitig steht Ocasio-Cortez aber auch für eine Demokratische Partei, deren Energiezentrum weit nach links gerückt ist. Ihre Botschaft: Die Demokraten brauchen mehr Frauen und junge Menschen. Sie will eine Krankenversicherung für alle und eine staatliche Jobgarantie für jeden Amerikaner. Das sind Positionen, die bei Teilen der linken Basis gut ankommen, die aber auf nationaler Ebene kaum mehrheitsfähig sind. So sieht das auch Alexandria Ocasio-Cortez. Mit 17 Jahren gewann sie den zweiten Preis bei einem von Intel ausgeschriebenen Wissenschafts- und Ingenieurwettbewerb und nahm damals die Juroren schon mit ihrer professionellen Präsentation für sich ein. Sie studierte Volkswirtschaft und internationale Beziehungen an der Boston University, jobbte aber bis vor kurzem in einem Restaurant, um ihre Mutter zu unterstützen. Sie gründete einen Kinderbuchverlag und arbeitete als Sozialarbeiterin.

Dazu kommt: Ocasio-Cortez hatte für ihre Kampagne etwa 600.000 Dollar (516.000 Euro) von kleinen Spendern gesammelt, Crowley etwa das Zehnfache. Aber: "Die haben Geld, wir haben Leute", so Ocasio-Cortez.

Sie inszenierte sich als bürgernah und im Wahlkreis tief verwurzelt und als Gegenentwurf zum Parteiestablishment in Washington. Sie stamme nicht aus einer mächtigen Familie, sondern aus einer Arbeiterfamilie, so Ocasio-Cortez. Sie bezeichnet sich selbst als Sozialistin, als Progressive. Das zeigt, über welche Bedeutung und Kraft die linke Basis derzeit verfügt, nachdem der zentristische Clintonismus mit Hillarys Niederlage implodierte. Was die Parteiführung aber auch vor einige Probleme stellt, die sicherstellen will, dass auch in der Mitte mehrheitsfähige Kandidaten im November gegen ihre republikanischen Konkurrenten antreten, um das Abgeordnetenhaus und vielleicht gar den Senat zurückzuerobern.

Alexandria Ocasio-Cortez hat sich bei den Vorwahlen der Demokraten gegen Joe Crowley, einen der ranghöchsten Politiker der Partei, durchgesetzt. US-Medien erinnert das an das Jahr 2014, als die Nummer zwei der Republikaner von einem "Tea-Party"-Kandidaten aus dem Rennen geworfen wurde".

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