Attacke in den USA:Fünf Tote bei Schießerei in Redaktion

Schießerei in der Redaktion der US-amerikanischen Zeitung „Capital Gazette“ in der Stadt Annapolis

Ein Kollege von Davis, Gazette-Redakteur Jimmy DeButts, schrieb ebenfalls auf Twitter, er sei am Boden zerstört, sein Herz sei gebrochen. Dann folgen die fünf Namen: Gerald Fischman, Rob Hiaasen, John McNamara, Wendi Winters, Rebecca Smith.

Annapolis. Auf ihrer Internseite hat die US-Lokalzeitung "Capital Gazette" den Opfern der Schießerei in ihren Redaktionsräumen gedacht. Unter den Opfern sind eine Verkaufsassistentin, die erst seit kurzem bei dem Blatt arbeitete, sowie eine Lokalreporterin und Kolumnistin. Getötet wurden auch ein langjähriger Sportjournalist, ein Leitartikel-Autor und der stellvertretende Chefredaktor. Bei dem Blutbad wurden zudem zwei weitere Menschen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Sie verdienen nicht viel Geld.

Die Überlebenden der Redaktion in Annapolis wollen ihren Job unterdessen weitermachen.

Am Freitag wurden gegen den mutmaßlichen Schützen Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet.

Vor den Schüssen in der Redaktion der "Capital Gazette" hat der 38-Jährige seine Fingerspitzen verstümmelt, offenbar in der Absicht, seine Identifizierung über Fingerabdrücke zu verhindern. Der Verdächtige sei dank Gesichtserkennungstechnologie identifiziert worden. Ermittler erklärten, er verhalte sich nicht kooperativ. Über ein mögliches Motiv wurde zunächst nichts bekannt. R. hatte die Zeitung 2012 wegen Diffamierung verklagt, ein Richter die Klage aber abgewiesen.

Polizeisprecher Ryan Frashure bestätigte: "Das war ganz offensichtlich jemand, der eine alte Rechnung mit der Zeitung offen hatte." . Zu einem Schusswechsel sei es nicht gekommen. Außerdem hatte der Mann laut Polizei Rauchgrananten dabei. Ermittler durchsuchten am Freitag das Wohngebäude in Laurel, in dem er lebte. "Das ist das, was wir hören", sagte Polizeichef Bill Krampf dazu nur. Bei den Toten handelt es sich um vier Journalisten und eine kaufmännische Mitarbeiterin.

"Ein einzelner Schütze hat auf mehrere Menschen in meinem Büro geschossen, von denen einige tot sind", schrieb Phil Davis, ein Reporter der Zeitung, auf seinem Twitter-Account.

"Ich bin ein Polizeireporter". Nach Schilderung von Augenzeugen haben sich Beschäftigte unter Schreibtischen versteckt, um sich vor den Schüssen zu schützen.

US-Präsident Donald Trump wurde über den Zwischenfall informiert. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Angehörigen der Opfer", sagte er bei einer Pressekonferenz. Wenig später äußerte sich Trump via Twitter selbst. Im Gebet denke er an die Opfer und deren Familien.

Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten. In New York verschärfte die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen für große Medieneinrichtungen. "Ich weiß nicht, wie viele Seiten es geben wird, aber wir arbeiten zu dritt", sagte der Reporter Chase Cook.

Die "Capital Gazette" ist ein kleines Lokalblatt mit einer Auflage von rund 40'000 Exemplaren.

Die überregionalen Nachrichten kommen von der Muttergesellschaft, der "Baltimore Sun". Annapolis hat 40'000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Bundesstaates Maryland. Annapolis ist wegen seiner Lage an der Chesapeake Bay und seiner historischen Innenstadt aus dem 18. Jahrhundert bei Touristen beliebt.

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