Online-Auktion gestoppt Becker darf seine Tennis-Pokale wohl behalten

Boris Becker ist erleichtert

Der Verkauf hätte seine Würde verletzt, argumentierten die Becker-Anwälte. Schön, dass er die Versteigerung nun doch noch stoppen konnte. Das geht aus dem Schreiben einer Londoner Anwaltskanzlei hervor, das Becker am Mittwochabend auf seinem Twitter-Konto veröffentlichte. Ein Teil der angebotenen Stücke habe nur emotionalen Wert für Becker, zudem sei die Auktion absichtlich kurz vor dem Start des Wimbledon-Turniers angesetzt worden, bei dem Becker als Kommentator im Fernsehen zu sehen ist.

Eine Auktion, bei der private Andenken von Boris Becker versteigert werden sollten, wurde abgeblasen. Im Oktober wird sich der High Court aber mit der Frage befassen, ob Becker diplomatische Immunität genießt und deswegen das Insolvenzverfahren gestoppt werden muss. Der Deutsche wurde angeblich von der Zentralafrikanischen Republik zum Attaché ernannt; allerdings ist unklar, ob das stimmt. Bitterlich beklagte er sich aber über das "merkwürdige Verhalten" der Insolvenzverwalter.

Besonders die Trophäen, die Becker während seiner Karriere gewann, liegen ihm sehr am Herzen. Das höchste Gebot stand bei 31.100 Britischen Pfund (rund 35.000 Euro) für eine Replik des US-Open-Pokals aus dem Jahr 1989. Am Donnerstag hätten die mehr als 80 persönlichen Gegenstände des dreimaligen Wimbledonsiegers unter den Hammer kommen sollen. Auch ein Wimbledon-Pokal, ein Bambi und eine Goldene Kamera waren auf der Liste. Hochrangige Politiker des bitterarmen Landes bestreiten aber, dass Becker sich auf diplomatische Immunität berufen kann. Becker habe sich verpflichtet, für alle zusätzlichen Kosten und entgangenen Erlöse aufzukommen, die der Stopp der Versteigerung mit sich bringe, so Ford.

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