Dawanda schließt - Etsy will Kunden übernehmen

Einzelhandel- Online-Marktplätze auf Wachstumskurs

Bereits im Juli vergangenen Jahres gab es schlechte Nachrichten von Dawanda: Das Portal für selbst gefertigte Produkte entließ rund ein Viertel seiner Belegschaft, um in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Ihr Unternehmen habe handgemachte Produkte als neue Kategorie im Online-Handel etabliert, erklärte Claudia Helming, Mitgründerin und Geschäftsführerin von DaWanda, in einer auf der Website veröffentlichten Stellungnahme.

"Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, in DaWanda steckt viel Herzblut". "Wir mussten uns in den letzten Jahren zunehmend eingestehen, dass es uns alleine nicht gelingen wird, das Wachstum weiter vorran zu treiben", heißt es von Gründerin Claudia Helming. Von dem Aus sind auch 150 Festangestellte betroffen, für sie hat das Unternehmen ein Abfindungspaket geschnürt. Ihnen wird ein Wechsel zur US-Plattform Etsy nahegelegt, der Umzug soll kostenlos sein. Beide Unternehmen teilten am Samstag mit, sie hätten eine entsprechende Vereinbarung getroffen.

Man müsse jetzt als Unternehmen handeln, um den DaWanda-Verkäufern auch langfristig das Bestehen ihrer Unternehmen, ihre Einkommen und weiteres Wachstum zu sichern. "Wir heißen die leidenschaftliche DaWanda-Community auf unserem internationalen Marktplatz herzlich willkommen und freuen uns darauf, unseren deutschen und weltweiten Käufern noch mehr einzigartige Produkte aus Deutschland anbieten zu können". Mit Schließung der Plattform würden Besucher der Dawanda-Webseite zu Etsy umgeleitet.

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