Rewe, Lidl und Edeka verbannen immer mehr Plastikprodukte

Europa will Einwegprodukten aus Plastik den Kampf ansagen

Plastiktrinkhalme und weitere Einwegartikel aus Plastik wie Becher, Teller, Besteck und Wattestäbchen will Lidl Österreich bis Ende 2019 aus den Regalen seiner mehr als 230 Filialen verbannen und durch Produkte aus alternativen und recycelbaren Materialien ersetzen. Bei Rewe verschwinden jedoch lediglich Plastik-Strohhalme. Bereits 2017 haben mehrere Supermarktketten Plastiktüten abgeschafft. Beide Konzerne haben angekündigt, den Verkauf von Einweg-Trinkhalmen aus Plastik zu stoppen. Rewe verkauft allerdings weniger als ein Prozent aller Plastikhalme in Deutschland - Cafés, Bars und Clubs beziehen die Plastikware in der Regel von Großlieferanten.

Neben Lidl verkündete auch Rewe am Mittwoch, Einwegplastik-Produkte aus dem Sortiment zu nehmen.

Nach dem Aus für die kostenlose Plastiktüte bahnen sich im deutschen Einzelhandel weitere Umbrüche an: In den Märkten von Rewe, Penny und Toom wird es schon bald keine Einweg-Trinkhalme aus Plastik mehr zu kaufen geben. Durchschnittlich würden sie nur 20 Minuten genutzt, bevor sie im Müll landen. Sie gehörten außerdem zu den Artikeln, die weltweit am häufigsten als Müll an Stränden angeschwemmt werden. Ab dem kommenden Frühjahr will Rewe bei Trinkhalmen dann Alternativen aus Papier, Weizengras oder Edelstahl in seinen Sortimenten anbieten.

Freiwilliger Plastikverzicht ist eine Illusion Die EU-Kommission will Einwegprodukte aus Plastik verbieten und wird dafür von allen Seiten kritisiert - zu Unrecht. mehr.

Die Umstellung auf die nachhaltigeren Produkte soll nach und nach erfolgen. Auch bei Getränken und Speisen zum Mitnehmen strebt die Supermarktkette an, auf Besteck und Trinkhalme aus Plastik zu verzichten.

Rewe und Lidl kommen mit ihren Initiativen gesetzlichen Regelungen zuvor. Die EU-Kommission hatte Ende Mai ihre Strategie gegen Plastikmüll in den Meeren vorgestellt und ein Verbot von Trinkhalmen und Einweggeschirr angekündigt.

Die Richtlinie muss allerdings noch vom Europaparlament und dem Europäischen Rat angenommen werden. Das könnte noch vor der nächsten Europawahl im Mai 2019 geschehen.

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