AUA stellt Flugplan ab Herbst neu auf

AUA stellt Flugplan ab Herbst neu auf

Austrian Airlines verabschiedet sich wieder von wenig profitablen oder defizitären Strecken.

Die Strecken nach Linz und im Ausland nach Havanna, Hongkong und Sri Lanka werden gestrichen.

"Wir nutzen die frei werdenden Kapazitäten, um bestehende Strecken auszubauen, vor allem Richtung Nordamerika", erläutert der AUA-Vorstand im KURIER-Gespräch. Das war zu erwarten und liegt an den massiv ausgebauten Fernzugverbindungen vom Westen nach Wien-Schwechat.

In einer Aussendung berichtete die AUA am Freitag indes von zweistelligen Wachstumsraten auf der Bahnstrecke zwischen Linz und dem Flughafen Wien. "Geht seine Rechnung auf, soll die Passagierzahl mit dem neuen Flugplan um zehn Prozent gesteigert werden, 2017 hatte die Airline insgesamt 12,9 Millionen Fluggäste befördert".

"Bedauerlich, aber nicht unterwartet", kommentiert hingegen Chrstiane Frauscher, Finanzdirektorin des Landes und des Flughafen Linz, die Streichung der Linie. Bis zu 16 AIRail-Züge fahren täglich vom Linzer Hauptbahnhof zum Flughafen Wien, von wo aus das Austrian Airlines Streckennetz rund 130 Destinationen weltweit bietet. Es sei klar gewesen, dass gerade die Bahn für viele eine attraktive Alternative ist. Dementsprechend sei das Flugangebot über die letzten Jahre immer wieder angepasst worden.

Letzter Flug am 27. Oktober "Die Flugverbindung zwischen Wien und Linz wird ab dem Winterflugplan 2018/19 eingestellt, wobei der letzte Flug am 27. Oktober von Linz kommend in Wien landen wird", hieß es weiter. Miami werde zumindest über den Winter aus dem Plan genommen. Bereits ab Mitte September sind die Verbindungen in die iranischen Städte Isfahan und Schiras Geschichte und auch innerhalb Österreichs gibt es Einsparungen. Teheran bleibt auf dem Flugplan. Es gebe - im Gegensatz zu Ferndestinationen wie den Malediven oder Mauritius - zu wenige Vier- und Fünf-Stern-Hotels und damit zu wenig Klientel, das auch teure Flugtickets bucht. Für diese Verbindung hat die österreichische Lufthansa-Tochter seit Ende 2014 mit den ÖBB einen Kooperationsvertrag.

Die AUA hat von der deutschen Mutter Lufthansa die Vorgabe, profitabler zu werden. AUA-Chef Andreas Otto will genau das mit seinem neuen Streckenplan erreichen.

Profitable Verbindungen werden indes stärker angeflogen: Aufgestockt werden neben Langstreckenflügen nach Peking und Shanghai auch die Frequenzen Chicago, Newark und New York. Diese Business-Kunden will die AUA mit dem neuen Angebot "abholen".

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