Verlag will neues Sarrazin-Buch nicht veröffentlichen

Mit seinem Werk „Deutschland schafft sich ab“ sorgte Thilo Sarrazin 2010 für Entrüstung

Er fährt fort: "Wir werden daher zum jetzigen Zeitpunkt die bisherige Berichterstattung dazu inhaltlich nicht kommentieren, stellen aber klar, dass der Verlag das nicht angekündigte Buch von Thilo Sarrazin weder 'stoppen', noch seine Publikation erschweren oder verhindern will".

Berlin. Der frühere Berliner Finanzsenator und Bundesbanker Thilo Sarrazin streitet sich vor Gericht mit seinem Verlag über ein neues Buch.

Der Verlag hatte nach eigenen Angaben einen Vertrag mit Sarrazin über das Buch abgeschlossen.

Der langjährige SPD-Politiker hatte mit seinem Bestseller "Deutschland schafft sich ab" im Jahr 2010 Entrüstungsstürme und Debatten über Islamkritik und Vererbung von Intelligenz ausgelöst. Dem Blatt zufolge hat das Buch den geplanten Titel: "Feindliche Übernahme - Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht".

"Der Verlag zahlte die zweite Vorschuss-Rate und nahm das Manuskript ab. Nach langem Hin und Her über den Veröffentlichungstermin, kam schließlich Anfang Mai die Weigerung des Verlags, das Buch überhaupt zu veröffentlichen", so Sarrazin gegenüber BILD.

Und was sagt die Gegenseite? Die Verlagsgruppe Random House will erst nach dem Gerichtstermin eine Stellungnahme abgeben.

Es ist aber zu BILD durchgesickert, dass das Management große Bedenken habe, dass das Sarrazin-Buch "islamkritische Stimmungen aufgreifen und verstärken" könne. Weiter hieß es: "Dem Autor steht es frei, sein Buch jederzeit in einem anderen Verlag zu publizieren". Seine Ansichten zu den Folgen die Deutschland durch den Geburtenrückgang, die wachsende Unterschicht und die Zuwanderung aus islamisch geprägten Ländern erleben werde, sorgte für Kontroversen.

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