Aktienkurs reagiert positiv: Thyssenkrupp-Chef Hiesinger will gehen

Investoren lassen Heinrich Hiesinger fallen

Bittet um Vertragsauflösung: Heinrich Hiesinger, Vorstandschef von Thyssenkrupp. Bei der Aufsichtsratssitzung wird noch kein Nachfolger bestimmt.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Heinrich Hiesinger wird Thyssenkrupp zunächst einmal ohne Chef geführt.

Auf Aufsichtsrats-Chef Ulrich Lehner kommt nun einiges zu.

Wann die angekündigte "geschärfte Strategie" vorgestellt werden soll, blieb offen.

Zwar hatte am Freitag Ursula Gather, die Chefin der Krupp-Stiftung, noch für Hiesingers Tata-Pläne gestimmt. Doch für die hat er im Aufsichtsrat offenbar keine Mehrheit gefunden. Die IG Metall forderte von den Verantwortlichen, die Reihen zu schließen. Zumal offen bleibt, wer den Dax-Konzern künftig führen wird. "Der Nachfolger sollte daher auch eine neue Perspektive einbringen und nicht an der bestehenden Strategie festhalten", sagte Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment. Darauf haben sich Hiesinger und der Aufsichtsrat nach Angaben des Unternehmens nun am Freitag geeinigt. Mit Blick auf die Nachfolge von Hiesinger sagte Giesler: "Wir brauchen schnell Klarheit, damit keine Arbeitsplätze in Gefahr geraten". Auch Grolms sagte, es gehe nun darum, die Situation im Unternehmen zu stabilisieren. "Ein gemeinsames Verständnis von Vorstand und Aufsichtsrat über die strategische Ausrichtung des Unternehmens ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung". Thyssenkrupp hatte erst kürzlich seine Stahlsparte in ein Joint Venture mit dem indischen Rivalen Tata Steel eingebracht. "Für die weiteren Geschäftsbereiche bestehen nach außen klar kommunizierte Ziele, an denen das Unternehmen weiter arbeiten wird". Im Anschluss hatte Hiesinger noch vor wenigen Tagen angekündigt, eine überarbeitete Strategie vorlegen zu wollen. Die Suche nach einem neuen Chef werde sich schwierig gestalten, erklärten die Experten von Independent Research. Hiesinger dürfte gespürt haben, dass der Druck des Großaktionärs Cevian und des US-Hedgefonds Elliott bei einem Verbleib im Amt groß gewesen wäre. Laschet ist Mitglied im Kuratorium der Krupp-Stiftung, die größte Einzelaktionärin von Thyssenkrupp ist. Er bedauere, dass Hiesinger den Konzern verlassen wolle.

Die IG Metall sieht insbesondere die Krupp-Stiftung und die NRW-Landesregierung gefordert, um für Stabilität im Unternehmen zu sorgen. Doch aus dem Kreis der Aktionäre werden Forderungen nach einem Radikalumbau lauter.

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