Jungen schreiben Brief - Höhlendrama in Thailand wird zum Wettlauf gegen die Zeit

Mitglieder des thailändischen Rettungsteams betreten die Höhle in der die zwölf Jungen und ihr Trainer noch immer gefangen sind

Zunächst sollten die Eingeschlossenen selbst zurück zum Höhleneingang tauchen.

Diese Nachricht wurde am 08.07.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Die Rettungsaktion könne mehrere Tage dauern, sagten Verantwortliche. Es ist auch ein Wettlauf mit der Zeit.

Die Lage wird also immer brenzliger.

In Thailand hat der Rettungseinsatz für die in einer Höhle eingeschlossenen Mitglieder eines Fußballteams begonnen.

Am Montag wurden zwölf jugendliche Fußballer im Alter von elf bis 16 Jahren und ihr Trainer in der Tham-Luang-Höhle in der Provinz Chiang Rai in Thailand gefunden.

Das Höhlendrama um die eingeschlossenen Jugendlichen ist am Sonntag nach mehr als zwei Wochen in die entscheidende Phase getreten. Die Wettervorhersage setzt die Retter unter Zeitdruck. Gouverneur Osotthanakorn leitet die Aktion. Und eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Die in einer Höhle in Thailand festsitzenden Buben werden vorerst nicht selbst ins Freie tauchen können. Zwar kündigten die Behörden an, das Risiko bei der geplanten Bergungsaktion so niedrig wie möglich zu halten. Dies wurde vom thailändischen Verteidigungsministerium inzwischen bestätigt.

Samstagfrüh hatte sich Narongsak noch deutlich pessimistischer zu den Rettungsaussichten geäußert. Die Retter brauchen etwa sechs Stunden, um die Gruppe zu erreichen. "Bedenkt, ein Navy Seal ist gerade letzte Nacht gestorben", wandte der freiwillige Helfer Rafael Arush aus Israel ein.

Gouverneur Narongsak sagte, in den vergangenen Tagen sei der Wasserpegel in der Höhle aber genügend zurückgegangen, dank der Entwässerungsmaßnahmen. In den nächsten Tagen soll es wieder heftige Regenfälle geben. Das bedeutet oft Stunden dauernde, starke Wolkenbrüche. Es wird befürchtet, dass nun neues Wasser in die Höhle laufen und den Rückweg erschweren kann. Außerdem zogen sie die Möglichkeit in Betracht, dass die Rettung erst in ein paar Monaten erfolgt, wenn nach dem Ende der Monsunzeit das Wasser aus der Höhle abläuft.

Die Gruppe sitzt auf einer trockenen Stelle etwa 4 Kilometer im Höhleninneren fest, seit ihnen am 23. Juni eine Sturzflut den Weg ins Freie versperrt hatte.

Die Fußballmannschaft war am 23. Juni in die Höhle gegangen und von steigenden Wassermassen überrascht worden.

Taucher hatten sich am Vormittag auf den Weg zu der Jugend-Fußballmannschaft gemacht. Das Wasser ist nicht die einzige Sorge, die die Helfer plagt. Am Zufluchtsort der Jungen wird der Sauerstoff knapp. Der Sauerstoffgehalt in der Kammer liege aktuell bei rund 15 Prozent. Dabei sind die hygienischen Zustände schon jetzt erbärmlich. Jeder aus der Gruppe müsse sich auf engstem Raum erleichtern.

Wie ein geübter Taucher bei der Rettungsaktion sterben konnte, kann sich Busche nur schwer erklären. Auch sagte er nicht, wie lange die Einrichtung der Leitung dauern soll. Doch auch dieses Vorhaben gestaltet sich schwierig und ist bislang nicht von Erfolg gekrönt.

Den seit Tagen vor der Höhle ausharrenden Angehörigen überbrachte ein Rettungstaucher nun einen handgeschriebenen Zettel mit persönlichen Botschaften der Jungs. "Ich verspreche, mich sehr gut um sie zu kümmern", schrieb der 25-jährige Trainer in dem Brief, den er einem Taucher mitgegeben hatte. "Derzeit geht es ihnen allen gut", versicherte Ekapol Chanthawong.

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