Rund 3,5 Millionen Menschen bekommen Post wegen des Rundfunkbeitrags ROUNDUP

Rundfunkbeitrag

Das Ergebnis: Bei rund 3,5 Millionen Bundesbürgern gibt es einen sogenannten "Klärungsbedarf", ob Rundfunkbeiträge bezahlt werden müssen oder nicht. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio veröffentlichte die Zahl am Donnerstag in Köln als erste Prognose im Zuge seines laufenden Abgleichs mit Daten der Einwohnermeldeämter. Die betreffenden Personen werden nun angeschrieben, um ihren Status zu klären. Das ist auch noch rückwirkend bis zum 1. Januar 2016 möglich. "Wir gehen davon aus, dass dieser blinde Fleck relativ klein ist", erklärte Stefan Wolf, Geschäftsführer des Beitragsservice. Der Abgleich der Meldedaten und der Versand der Klärungsschreiben wird voraussichtlich Anfang 2019 abgeschlossen sein. Sie betrugen 7,974 Milliarden Euro. Dies waren 0,05 Prozent oder 3,7 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Sein Budget ist größer als das mancher TV-Sender: Von den 17,50 Euro Monatsbeitrag gehen 38 Cent an den Beitragsservice.

Übrigens: Das Bundesverfassungsgericht will in Kürze (am 18. Juli) ein Urteil zum Rundfunkbeitrag sprechen. Die Kläger finden das System "jeder Haushalt zahlt" ungerecht für Privatleute, die keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk benutzen. Für die kommenden Jahre rechnet der Beitragsservice mit Einnahmen in Höhe von etwas über acht Milliarden Euro. Der Beitragsservice ist der Nachfolger der Gebühreneinzugszentrale GEZ. 90 Prozent der Erträge stammen aus dem privaten Bereich: Die Zahl der Wohnungen ist 2017 mit 39,14 Millionen gegenüber 2016 leicht gestiegen.

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