Höhlen-Drama: Rettungsaktion in thailändischer Höhle kommt rasch voran

Höhlendrama Thailand- Rettungsaktion startet

Im Höhlendrama von Thailand wächst nach über zwei Wochen Bangen und Zittern die Hoffnung auf ein glückliches Ende. Doch noch ist der Einsatz nicht vorbei.

Polizisten bewachen das Gebiet um das Tham Luang - Höhlenareal. Am Nachmittag bestätigte dann Thailands Regierung, dass vier Jungen gerettet wurden. Sie sitzen seit mehr als zwei Wochen in der Höhle fest. Damit sind nun acht Spieler der Fußball-Mannschaft gerettet. Bei einem vorigen Einsatz konnten bereits vier Jungen nach 15 Tagen in der Dunkelheit aus dem Höhleninneren ans Tageslicht gebracht worden. Am Montagabend (Ortszeit) wurde in Thailand viel darüber spekuliert, dass die Retter am Dienstag versuchen könnten, die letzten Fünf allesamt herauszuholen, den Trainer zuletzt. Eine offizielle Bestätigung der geglückten Rettungsmission lag nicht vor. Der Einsatz mit einem Team von internationalen Spezialtauchern wird damit vermutlich auch am Dienstag weitergehen. Weil schwere Regenfälle drohen, ist die Aktion auch ein Wettlauf gegen die Uhr.

Ein Polizist bewacht den abgesperrten Zugang zu der Höhle, in der zwölf Jungen einer Fußballmannschaft und ihr Trainer seit 23. Juni eingeschlossen sind. Die Geretteten werden jetzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai behandelt, etwa 50 Kilometer von der Höhle entfernt. "Heute Abend sollen sie ihre Eltern sehen können".

Über das weitere Vorgehen schwiegen sich die thailändischen Rettungskräfte am Montag zunächst einmal aus.

Die Einsatzkräfte hatten auch wegen der Wetterprognosen bereits gestern damit begonnen, die Eingeschlossenen zu befreien, obwohl das Heraustauchen der Jungen unter Experten als schwierig und gefährlich gilt. Über den Zustand der anderen wurde zunächst nichts bekannt. Inzwischen hätten die ersten Jungen auch Besuch von ihren Familien bekommen. Der achte Stock der Klinik in Chiang Rai ist von der Polizei abgesperrt. Nach Angaben des Leiters des Rettungsteams, Narongsak Osottanakorn, waren sie hungrig und haben im Spital nach gebratenem Reis gefragt. Er dauerte dann bis in den Abend. Nach Angaben des Missionsleiters ist das Wasser in der teilweise überfluteten Höhle stark gesunken. Juni von Wassermassen überrascht worden, sodass sie sich tief in die Höhle flüchteten. Der Provinzgouverneur, der die Aktion leitet, sagte: "Das Wetter ist gut". In der Nacht zu Montag ging heftiger Monsunregen über dem Gebiet nieder. Der Gouverneur äußerte sich zuversichtlich: "Wir werden in einigen Stunden gute Nachrichten haben". Die am Sonntagmorgen gestartete erste Phase der Rettungsaktion lief nach den Worten des Gouverneurs "sehr problemlos" und "schneller als erwartet". An manchen Stellen ist der Weg so eng, dass die Taucher ihre Atemluft-Flaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Ursprünglich geplant war, dass jeweils zwei Taucher einen der Jungen nach draußen bringen sollten. Alle stecken in Taucheranzügen, haben Taucherbrillen auf und werden von ihren Begleitern mit Luft versorgt. Das Kernteam besteht aus 18 Spezialtauchern, davon der größte Teil aus Ländern wie Australien und Großbritannien. Die Retter hatten sich nach langen Vorbereitungen endgültig zu dem Einsatz entschlossen.

Über dieses Thema berichtete am 09. Juli 2018 die tagesschau um 12:00 Uhr und um 14:00 Uhr.

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