Mehrere Jungen aus Thailänder Höhle gerettet

Jungen in Thailand warten auf ihre Rettung

Die neun übrigen eingeschlossenen Jungen und ihr Trainer sollten ab Montagmorgen (Ortszeit) aus der Höhle befreit werden. Am heutigen Sonntag soll die Rettungsaktion beginnen. Denn die Lage ist brenzlig.

Mehrere Stunden dauert der mühevolle Weg der Retter zu den Jugendlichen und ihrem Trainer, dann machen sich Taucher und Eingeschlossene in mehreren Grüppchen auf den Rückweg.

Laut thailändischen Medien gibt es eine erste gute Nachricht von der Rettung der in einer Höhle eingeschlossenen Jugend-Fußballmannschaft.

Zwölf Kinder und ihr Fußballtrainer sind seit dem 23. Juni in der Tham-Luang-Höhle gefangen, die nach Regenfällen teilweise überflutet ist. Nach dem Aufatmen folgt ein Dämpfer - vom Katastrophenschutz heißt es, dass nicht alle noch am Sonntag die Höhle verlassen könnten.

Sauerstoffmangel und schlechte Wetteraussichten erhöhten den Druck auf die Retter. Eine Rettung der Gruppe wäre dann deutlich schwerer. Aber eine Entscheidung für einen Einsatz ist immer noch nicht gefallen. In kleinen Grüppchen geleiten Taucher einzelne Jungen, von denen viele nicht einmal gut schwimmen, geschweige denn tauchen können, durch das Labyrinth aus Gängen und Spalten.

"Die Operation heute lief sehr problemlos", sagte Einsatzleiter Narongsak Osotthanakorn und fügte hinzu, die Rettungsaktion werde in zehn bis 20 Stunden fortgesetzt. Je nach Wetter könne sich die Rettungsaktion bis zu drei Tagen hinziehen, sagte Generalmajor Chalongchai Chaiyakam.

Wie lange müssen die Jugendlichen noch in Nässe und Dunkelheit ausharren? Überdies werden Möglichkeiten geprüft, das Wasser noch schneller abzupumpen. Das Gefühl, die Rettungsaktion stehe unmittelbar bevor, liegt nicht in der Luft.

Die Rettung der Jungen-Fußballmanschaft auf der Tham-Luang-Höhle in Thailand ist sehr schwierig. Das bedeutet oft Stunden dauernde, starke Wolkenbrüche. Der steigende Wasserspiegel und der gleichzeitig fallende Sauerstoffgehalt in der Höhle zwangen sie aber schließlich zum sofortigen Handeln. Ein möglicher Tauchgang durch enge, verwinkelte Höhlenpassagen wird damit noch gefährlicher. "Man muss entweder den (Atemluft-) Tank abnehmen und ihn zuerst durchquetschen, oder man braucht Spezialausrüstung". Sie saßen bislang an einer trockenen Stelle etwa vier Kilometer im Höhleninneren fest.

Auch der Kohlendioxid-Gehalt bereitet den Helfern Sorgen. Am Zufluchtsort der Jungen wird der Sauerstoff knapp. Auch die hygienischen Zustände seien erbärmlich, berichtete die Zeitung "The Nation". Zudem suchen die Behörden nach Alternativen. Den Rest der Strecke bis zum Höhlenausgang könnten die Buben rasch zu Fuß hinter sich bringen, erklärte ein Sprecher des thailändischen Verteidigungsministeriums am Sonntag.

Im Video oben seht ihr den bewegenden Facebook-Post, den das Rettungsteam vor kurzem auf ihrer Seite teilte. Der Trainer bat die Familien seiner Schützlinge in dem Brief um Verzeihung und versprach ihnen, sich bestmöglich um die Jungs zu kümmern. Allen gehe es den Umständen entsprechend gut.

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