Wegen US-Sanktionen: Iran will 300 Mio. Euro Bargeld aus Deutschland fliegen

Hintergrund: Nach BILD-Informationen plant das iranische Regime, 300 Millionen Euro Bargeld von Deutschland in den Iran zu fliegen.

Angesichts amerikanischer Sanktionen soll das Geld vor einem drohenden Einfrieren von Konten gerettet werden.

Ob eine Auszahlung der Summe sowie die Ausfuhr des Geldes möglich ist, werde nun unter anderem durch die Finanzaufsicht Bafin geprüft, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums in Berlin. "Nach meiner Information ist es in der Form das erste Mal".

Ein Sprecher des Außenministeriums ergänzte: "Natürlich ist klar, dass Teil der Prüfung der Bundesregierung auch ist, ob möglicherweise Verletzungen gegen ein Sanktionsregime vorliegen".

Der Grund: In den nächsten Monaten werden scharfe amerikanische Sanktionen gegen den iranischen Finanzsektor in Kraft treten und die Mullahs fürchten, dass ihnen das Bargeld ausgeht.

Nach der Ankündigung neuer Sanktionen und einer Aufkündigung des Atomabkommens durch die USA muss das islamische Land fürchten, demnächst kaum noch an Guthaben im Ausland zu kommen. Denn die Vereinigten Staaten drohen Geldhäusern, die direkt oder indirekt Transaktionen mit iranischen Instituten unterstützen, ebenfalls mit Sanktionen. Daher wächst offensichtlich der Druck, größere Geldmengen, die sich nicht mehr in den Iran transferieren lassen, per Barauszahlung und Transport mit einem iranischen Flugzeug in den Iran zu schaffen.

"Diese Prüfungen laufen entsprechend der ganz klaren Vorgaben ab", sagte die Sprecherin des Bundesfinanzministeriums.

Die Angebote reichten offenbar jedoch nicht aus: "Das Paket ist enttäuschend und enthält keine konkreten und praktischen Lösungsvorschläge", sagte der iranische Präsident Hassan Ruhani nach iranischen Angaben in einem Telefongespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche. Sie griffen, wenn es um Transaktionen gehe, die mit Blick auf Geldwäsche und Terrorfinanzierungen mit besonderen Risiken behaftet seien.

In deutschen Regierungskreisen hieß es, man stehe hierzu auch in Kontakt mit der US-Regierung und mit Israel. Dabei werde berücksichtigt, ob das Geld etwa zur Terrorfinanzierung verwendet werden könnte.

Der Iran hatte sich im Atomabkommen bereit erklärt, sich Kontrollen zu unterwerfen, im Gegenzug wurden wirtschaftliche Lockerungen und mehr ausländische Investitionen zugesagt. Das Geld würde dann in den Iran geflogen. Das von schiitischen Klerikern beherrschte Land hält sich laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bisher an die Auflagen des Abkommens.

In jedem Fall wäre es keine ganz kleine Fracht. In normalen Koffern transportiert, müssten gut 80 Koffer an Bord geschleppt werden.

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