Kroatien nach Sieg über England erstmals im WM-Finale

Harry Kane ist natürlich von Beginn an mit dabei

Nach abwartenden ersten Minuten bot sich England nach einem Rempler von Modric an Alli in zentraler Position früh eine gute Freistoßchance, die die "Three Lions" prompt nutzten: Trippier trat an und schlenzte den Ball über die hochspringende kroatische Mauer ins rechte obere Toreck, Subasic flog vergeblich (5.). Modric, Ivan Rakitic und Co. taten sich im Spielaufbau schwer.

Englands Coach Gareth Southgate verzichtete nach dem 2:0-Sieg über Schweden im Viertelfinale auf Wechsel und vertraute damit zum dritten Mal in Serie der gleichen Startelf. Und kam in der 68. Minute zum Ausgleich. So blieb es zur Halbzeit bei der knappen, aber verdienten Führung für England.

Wer wenn nicht diese im wahrsten Sinne des Wortes feurigen Kroaten könnten das Unmöglich möglich werden lassen? So blockte Kyle Walker einen gut angetragenen Schuss von Perisic (65.).

England verpasste den ersten Finaleinzug seit 1966. Der Juventus-Stürmer sollte dann doch noch jubeln dürfen. Erst nach einer Viertelstunde kam Kroatien etwas besser ins Spiel, Perisic gab in der 19. Minute aus der Distanz einen nicht ungefährlichen Schuss ab. Ansonsten macht England weiter viel richtig, spielt schnell nach vorne, kommt zu Abschlüssen - und Kroatien macht viel falsch.

Auch nach dem Seitenwechsel wurden die Insel-Kicker mit ihrem Tempo-Fußball brandgefährlich. Der heutige kroatische Verbandspräsident Davor Suker brachte Kroatien zwar in Führung, doch Verteidiger Lilian Thuram sorgte mit einem Doppelschlag für die Wende und einen 2:1-Sieg. England setzte indes nicht nur auf Gegenstöße, sondern versuchte selbst, das Spiel zu diktieren. Der entscheidende Treffer von Mario Mandzukic fiel erst in der zweiten Hälfte der Verlängerung.

Am Sonntag (17.00 Uhr MESZ) wartet erneut im Luschniki-Stadion Frankreich im Finale. In der 14. Minute demonstrierte der 1,94 Meter große Abwehrhüne Harry Maguire - natürlich nach einer Standardsituation - seine Kopfballstärke, auf das 2:0 fehlte nicht viel.

Doch solch eine Chance lässt Mandžukić nur einmal liegen: In der 109. Minute landet ein Kopfball eher zufällig bei ihm im Strafraum, Mandžukić schirmt den Ball ab - und ballert ihn aus sieben, acht Metern mit links ins lange Eck. Im Spiel um Platz drei wurden die Niederlande 2:1 bezwungen.

Die Erfolgsaussichten der Kroaten im WM-Final werden davon abhängen, wie gut sich das gut bestückte offensive Mittelfeld um Luka Modric entfalten kann. Wenig überraschend wurde es nach einem Eckball dann auch wieder gefährlich, Vrsaljko klärte einen Stones-Kopfball für seinen geschlagenen Schlussmann vor der Linie (98.). England fand in der verbleibenden Spielzeit keine Antwort mehr und so platzte der Traum der "Three Lions" nach 52 langen Jahren wieder in ein WM-Finale einzuziehen.

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