Lufthansa kündigt alle Verträge mit Ryanair-Ableger LaudaMotion

Dem Deal steht nun nichst mehr im Weg

Nach der Übernahme der Fluggesellschaft Laudamotion in Wien durch Ryanair zieht die AUA-Mutter Lufthansa die Daumenschrauben an.

Das entspricht fast der Hälfte der Flotte des österreichischen Ferienfliegers, der im Frühjahr die Nachfolge der früheren Air-Berlin-Tochter Niki angetreten hatte. Laudamotion sei ihren Zahlungsverpflichtungen "zum wiederholten Male nicht wie vereinbart nachgekommen", begründete die Lufthansa am Freitag den Schritt. Allerdings: Laudamotion hat - wie bei jedem Vertragsverhältnis üblich - auch die Möglichkeit die Kranich-Kündigung juristisch vor Gericht anzufechten und könnte zum Schutz des Geschäftsbetriebs sogar eine Einstweilige Verfügung beantragen, die bis zur juristischen Klärung oder aber bis das Gericht diese aufheben sollte, gelten würde. Dazu stehe bereits ein Gerichtstermin an, sagte ein Sprecher. Die Kündigung der Mietverträge für neun Flugzeuge nannte Ryanair einen weiteren Versuch der Lufthansa, Laudamotion "zu destabilisieren und zu schädigen". Ryanair beschuldigt die Lufthansa, die Zahlung von mehr als 1,5 Millionen Euro an Wet-Lease-Gebühren zu verzögern, die Laudamotion für Flüge zustünden, die sie im März, April und Mai für die Lufthansa bedient habe. Richtig ist, dass Lufthansa alle Auflagen der EU-Kommission bezüglich der geforderten Weitergabe von Flugzeugen an Laudamotion vollständig erfüllt hat. Ryanair will mit 75 Prozent die Mehrheit bei dem Ferienflieger übernehmen, der sich im Bieterkampf um die insolvente Air Berlin deren ebenfalls insolvente Tochter Niki gesichert hatte. Wenig später holte er Ryanair als neuen Anteilseigner ins Boot. Da die Flugzeuge der Österreicher geleast waren, kaufte die Lufthansa die Maschinen und vermietete sie selbst an Niki. Laudamotion wurden alle Flugzeuge, die von der EU-Derogation-Entscheidung erfasst waren, von Lufthansa zum Kauf angeboten. Laudamotion habe aber ein Leasing vorgezogen.

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