Economic Partnership Agreement: EU und Japan unterzeichnen Freihandelsabkommen

Containerschiff vor Yokohama Japan ist nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und damit ein sehr interessanter Absatzmarkt für europäische Unternehmen

Außerdem würden 200 geografische Ursprungsbezeichnungen der EU zukünftig von Japan geschützt. Doch strittige Punkte wurden ausgeklammert.

Die EU und Japan haben das Freihandelsabkommen Jefta unterzeichnet. Es scheint nun, dass US-Präsident Donald Trump zu diesem Schritt veranlasst hat. Die Japaner bekämen im Gegenzug billigeren Käse, billigere Schokolade und Kekse. Gesonderte Tests sind damit nicht mehr nötig, was die Ausfuhren von Autos aus der EU erheblich erleichtern sollte. Ein wichtiges Zeichen, spiegelt es doch die Struktur der europäischen Investitionsgüterindustrie wider, erklärt Ackermann anlässlich der EU-Japan Gespräche in Tokyo.

"Die Bedeutung dieses Abkommens geht weit über die EU und Japans hinaus", sagte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

Europa füllt diese Lücke mit einer neuen Generation von Handelsverträgen, breit angelegt nicht nur zu Zollfragen, sondern auch zu Dienstleistungen und nicht-tarifären Handelshemmnissen. Der Superdeal eliminiert rund 99 Prozent aller Barrieren im Handel zwischen Europa und der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt. Dabei sollen künftig Standards gelten, die mit den EU-Regeln gleichwertig sind.

Containerschiff vor Yokohama Japan ist nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und damit ein sehr interessanter Absatzmarkt für europäische Unternehmen

Die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens war bereits für vergangenen Mittwoch in Brüssel geplant. "Wir zeigen, dass wir stärker sind, wenn wir zusammenarbeiten", sagte der Luxemburger. Japan möchte dagegen an den bisher üblichen Regeln von fallweisen Schiedsgerichten festhalten. In diesem Bereich verhandeln Brüssel und Tokio weiter, ohne dass eine schnelle Einigung absehbar ist. Nun sei eine rasche Ratifizierung durch Rat und Europaparlament wichtig. "Wenn es gut läuft, liegt die EU in drei Jahren im Zentrum des größten Freihandelsnetzwerks, das es je gegeben hat". Als europäische Bürgerinnen und Bürger müssen wir die Abgeordneten jetzt unter Druck setzen. Das würde es Tokio erleichtern, in der zweijährigen Übergangsphase einen eigenen Freihandelsvertrag mit dem Vereinigten Königreich auszuhandeln. 87% des Agrarhandels zwischen der EU und Japan werden von Zöllen durch JEFTA befreit, teilte die EU-Kommission mit.

Der Vertrag ist das größte bilaterale Freihandelsabkommen der Welt, das fast 30 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung erfasst. "Hinter der Sorge vor Trumps Abschottung peitscht die EU ein Handelsabkommen nach dem anderen durch", kritisierte Greenpeace. Euro nach Japan. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einer Steigerung um 12 %.

Am 26. Juni will der EU-Ministerrat das umstrittene Handelsabkommen JEFTA mit Japan ratifizieren. Da in Japan die Trinkwasserversorgung durch private Anbieter sichergestellt wird, gibt es Befürchtungen, dass auch der Markt in den EU-Mitgliedstaaten liberalisiert und privatisiert werden könnte. Dem Pazifikbündnis gehören neben Japan Australien, Brunei, Chile, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam an.

Related:

Comments

Latest news

Miley Cyrus und Liam Hemsworth: Hochzeit abgesagt?
Es schien, als ob sie gar nicht ernsthaft heiraten wolle. "Ich male mir keine Hochzeit aus". Sie haben sich in den letzten Monaten nicht gut verstanden", sagt der Insider weiter.

Daniela Katzenberger: DAS ist ihre größte Jugendsünde
Deshalb gab's noch einen wichtigen Hinweis an ihre eine Millionen Follower: "Weder cool, noch schlau, bitte nicht nachmachen!" In ihrer Instagram-Story lüftet sie eine Jugendsünde. "Hast du schon mal geklaut?", fragt einer ihrer Fans.

Bayern: CSU stürzt auf 38 Prozent - Grüne vor SPD und AfD
Wie die Grünen gewinnen auch die Freien Wähler zwei Punkte hinzu und liegen nun bei neun Prozent. Die bislang im Landtag nicht vertretenen Parteien AfD und FDP würden mit 12 bzw.

Heidi Klum: Was wohl Tom Kaulitz zu ihrer "Verlobung" sagt?
Man versteht sich gut, wie Papa Klum nun erklärt. "Das steht in der Lügenpresse", lautet sein schroffer Kommentar. Normalerweise hält sich Heidi Klum relativ bedeckt, wenn es um Schlagezeilen zu ihrer Person geht.

IWF: Probleme der Weltwirtschaft nehmen zu
Für 2019 setzte der IWF hingegen seine Prognose für Deutschland leicht herauf, um 0,1 Punkte auf 2,1 Prozent. Die wachsende Skepsis des Fonds spiegelt sich noch nicht in allen Zahlen wider.

Other news