Aids - Deutlicher HIV-Anstieg in fast 50 Ländern

Der britische Prinz Harry trifft sich mit jungen Delegierten seiner Wohltätigkeitsorganisation Sentebale bei der 22. Welt-Aids-Konferenz

Zu Beginn der Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam lag der Fokus auf Osteuropa und Zentralasien. "Der Rückgang bei Neuinfektionen war am deutlichsten in der am stärksten von HIV beeinflussten Region, dem östlichen und südlichen Afrika, wo neue HIV-Infektionen seit 2010 um 30 Prozent zurückgingen", betont Unaids. 2017 erhielten erst knapp 22 Millionen der weltweit 36,9 Millionen HIV-Infizierten Medikamente, die die Viren unterdrücken und ihr Leben verlängern. Forscher wendeten die sogenannte "Kick and Kill"-Strategie an, bei der 60 HIV-positive Männer einen Medikamentenmix bekamen, der HIV im Körper zuerst "aufweckt" und das Immunsystem aktiviert, um das Virus zu töten". Im Rahmen der Studie, an der 972 Paare aus 14 europäischen Ländern teilnahmen, wurde keine einzige Übertragung des HI-Virus verzeichnet - obwohl die Paare im Beobachtungszeitraum 75.000-mal ungeschützten Verkehr hatten.

Auf der Aids-Konferenz in Amsterdam beraten 15.000 Experten und Aktivisten über Strategien im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit.

Doch eine HIV-Infektion ist längst kein Todesurteil mehr - sofern sie angemessen behandelt wird.

Die UN hatten sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 die Epidemie zu beenden.

Die Lage in Osteuropa ist eines der Hauptthemen auf der Welt-Aids-Konferenz. Es steht in diesem Jahr unter dem Motto "Barrieren durchbrechen, Brücken bauen".

Die neuen HIV-Infektionen in Osteuropa und Zentralasien seien verhinderbar, sagte der niederländische Vorsitzende der Konferenz, Professor Peter Reiss. "Die Massnahmen, die erfolgreich sind, müssen dort nur umgesetzt werden".

Als ein Grund für die Ausbreitung der Epidemie gilt auch die Stigmatisierung von besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Sie berichteten von systematischer Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen, Sex-Arbeitern und Drogenabhängigen.

Rund 36,9 Millionen Männer, Frauen und Kinder sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit mit dem HI-Virus infiziert. "Respekt, Solidarität und Zusammenarbeit mit den am stärksten bedrohten Menschen führen zum Erfolg", sagte Sylvia Urban vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe. Vertreter aus Kenia, Ghana und Ruanda teilten mit, dass Aufklärung und Behandlung erfolgreich seien.

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